Von der Strasse zur Top-Uni: Die Geschichte der Liz Murray
Dr. Alexander von Paleske --- 28.9. 2010 ---
Ein Buch stürmt zur Zeit in den USA die Bestsellerlisten und die Autorin, Liz Murray, 29 Jahre, wandert von Talkshow zu Talkshow. Winfrey Oprah hat es sich nicht nehmen lassen, sie zu" betalken", auch mit Bill Clinton, Michail Gorbatschow und dem Dalai Lama trat sie auf Veranstaltungen zusammen auf.

Liz Murray
Ihr Buch hat nichts mit dem Genre von Feuchtgebieten zu tun, und auch nichts mit Plagiaten, Abschreiben von anderen Autoren u.s.w., und ist auch nicht etwa ein narzistischer langer Lauf zu ihr selbst.
Vielmehr ist ihr Buch die bemerkenswerte Lebensgeschichte einer jungen Frau, die es trotz widrigster Umstände geschafft hat.
Bemerkenswert, weil die Umstände nicht schwieriger hätten sein können: Beide Eltern, hochintelligent, ehemalige Hippies und dann den Drogen, genauer gesagt dem Kokain verfallen.
Alles vorhandene Geld stecken die Eltern in den Drogenkonsum, die Mutter beklaut selbst die Tochter um ihren Drogenkonsum zu finanzieren, und verkauft auch noch den Weihnachts-Truthahn, den sie von der Armenfürsorge bekommen hat. Die Kinder hungern.
Beide Eltern sind HIV positiv, die Mutter stirbt als erste an AIDS, der Vater einige Jahre später.
Als der Vater die Miete nicht mehr zahlen kann und in ein Obdachlosenheim zieht, ist die Autorin, gerade 16 Jahre alt, auf der Strasse gelandet. Ihre Schwester kam bei Bekannten unter.
Die Autorin schlug sich durch und hatte den festen Willen, den Schulabschluss nachzuholen und zu studieren.
Beides gelang, sie schaffte es sogar in die Top Uni Harvard.
Von der Strasse in die Top-Uni, ein US-amerikanischer Traum wird wahr – oder? Fast so schön, wie der Tellerwäscher, der Millionär wurde.
Es geht also doch - oder?
Das Buch hat den Titel:
Breaking Night, a Memoir of Forgiveness, Survival, and my Journey from Homeless to Harvard“.

Der Film Homeless to Harvard erschien bereits vor einigen Jahren
Eine Geschichte ganz nach US-Geschmack: Es geht also doch.
Natürlich gibt es keinen Grund, dieser Frau die Hochachtung zu versagen. Nur, es sollten keine falschen Vorstellungen aufkommen: Aus derartigen Verhältnissen schaffen es nur ganz, ganz wenige, für sich selbst eine Erfolgsstory zu machen. Die meisten schaffen es nicht, sondern landen dort, wo auch ihre Eltern waren. Und insoweit hat der Staat ganz eindeutig versagt.
Mit Chancengleichheit bzw. Chancengerechtigkeit hat das alles nichts zu tun. Gerade deshalb ist es auch die Aufgabe des Staates, bei solchen sozialen Verhältnissen unterstützend einzugreifen.
Sarah Palin wird sich freuen
Natürlich ist ein derartiges Buch Futter für Sarah Palin, ihren Teeverein und den Hetzer Glenn Beck von Rupert Murdochs schwarzem Kanal Fox News.
Weniger Steuern, weniger Sozialhilfe, keine Krankenkasse etc.denn jeder ist seines Glückes Schmied, jeder kann es schaffen.......
Allerdings gibt es wenig Grund, auf die USA herabzusehen, denn Deutschland ist dabei, sich dorthin auf den Weg zu machen.
Nachdem das Bundesverfassungsgericht bei Kindern von Hartz-IV Empfängern die Berechnungsansätze für verfassungswidrig erklärt hatte, hat jetzt die schwarz-gelbe Bundesregierung sich das Ziel gesetzt, die durch das Urteil notwendig gewordenen Änderungen weitgehend "kostenneutral" über die Bühne zu bringen. Motto: Viel muss sich ändern, damit alles beim alten bleibt.
10 Euro pro Monat mehr für 6,7 Millionen Hartz IV Empfänger kosten gerade mal 1 Milliarde Euro pro Jahr mehr, aber schon zu viel für die Bundesregierung. Dabei ist es ein Kleckerbetrag, verglichen mit dem, was den Banken in den Rachen geworfen wurde und wird. Bei der Hypo Real Estate (HRE) waren es kürzlich nochmals 40 Milliarden Euro.
Nicht weniger schlimm: Immer mehr Menschen können von ihrem geringen Einkommen nicht mehr leben und sind daher zusätzlich auf Hartz IV angewiesen. Zu der Armut gesellt sich die Verletzung der Würde.
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Ein Buch stürmt zur Zeit in den USA die Bestsellerlisten und die Autorin, Liz Murray, 29 Jahre, wandert von Talkshow zu Talkshow. Winfrey Oprah hat es sich nicht nehmen lassen, sie zu" betalken", auch mit Bill Clinton, Michail Gorbatschow und dem Dalai Lama trat sie auf Veranstaltungen zusammen auf.

Liz Murray
Ihr Buch hat nichts mit dem Genre von Feuchtgebieten zu tun, und auch nichts mit Plagiaten, Abschreiben von anderen Autoren u.s.w., und ist auch nicht etwa ein narzistischer langer Lauf zu ihr selbst.
Vielmehr ist ihr Buch die bemerkenswerte Lebensgeschichte einer jungen Frau, die es trotz widrigster Umstände geschafft hat.
Bemerkenswert, weil die Umstände nicht schwieriger hätten sein können: Beide Eltern, hochintelligent, ehemalige Hippies und dann den Drogen, genauer gesagt dem Kokain verfallen.
Alles vorhandene Geld stecken die Eltern in den Drogenkonsum, die Mutter beklaut selbst die Tochter um ihren Drogenkonsum zu finanzieren, und verkauft auch noch den Weihnachts-Truthahn, den sie von der Armenfürsorge bekommen hat. Die Kinder hungern.
Beide Eltern sind HIV positiv, die Mutter stirbt als erste an AIDS, der Vater einige Jahre später.
Als der Vater die Miete nicht mehr zahlen kann und in ein Obdachlosenheim zieht, ist die Autorin, gerade 16 Jahre alt, auf der Strasse gelandet. Ihre Schwester kam bei Bekannten unter.
Die Autorin schlug sich durch und hatte den festen Willen, den Schulabschluss nachzuholen und zu studieren.
Beides gelang, sie schaffte es sogar in die Top Uni Harvard.
Von der Strasse in die Top-Uni, ein US-amerikanischer Traum wird wahr – oder? Fast so schön, wie der Tellerwäscher, der Millionär wurde.
Es geht also doch - oder?
Das Buch hat den Titel:
Breaking Night, a Memoir of Forgiveness, Survival, and my Journey from Homeless to Harvard“.

Der Film Homeless to Harvard erschien bereits vor einigen Jahren
Eine Geschichte ganz nach US-Geschmack: Es geht also doch.
Natürlich gibt es keinen Grund, dieser Frau die Hochachtung zu versagen. Nur, es sollten keine falschen Vorstellungen aufkommen: Aus derartigen Verhältnissen schaffen es nur ganz, ganz wenige, für sich selbst eine Erfolgsstory zu machen. Die meisten schaffen es nicht, sondern landen dort, wo auch ihre Eltern waren. Und insoweit hat der Staat ganz eindeutig versagt.
Mit Chancengleichheit bzw. Chancengerechtigkeit hat das alles nichts zu tun. Gerade deshalb ist es auch die Aufgabe des Staates, bei solchen sozialen Verhältnissen unterstützend einzugreifen.
Sarah Palin wird sich freuen
Natürlich ist ein derartiges Buch Futter für Sarah Palin, ihren Teeverein und den Hetzer Glenn Beck von Rupert Murdochs schwarzem Kanal Fox News.
Weniger Steuern, weniger Sozialhilfe, keine Krankenkasse etc.denn jeder ist seines Glückes Schmied, jeder kann es schaffen.......
Allerdings gibt es wenig Grund, auf die USA herabzusehen, denn Deutschland ist dabei, sich dorthin auf den Weg zu machen.
Nachdem das Bundesverfassungsgericht bei Kindern von Hartz-IV Empfängern die Berechnungsansätze für verfassungswidrig erklärt hatte, hat jetzt die schwarz-gelbe Bundesregierung sich das Ziel gesetzt, die durch das Urteil notwendig gewordenen Änderungen weitgehend "kostenneutral" über die Bühne zu bringen. Motto: Viel muss sich ändern, damit alles beim alten bleibt.
10 Euro pro Monat mehr für 6,7 Millionen Hartz IV Empfänger kosten gerade mal 1 Milliarde Euro pro Jahr mehr, aber schon zu viel für die Bundesregierung. Dabei ist es ein Kleckerbetrag, verglichen mit dem, was den Banken in den Rachen geworfen wurde und wird. Bei der Hypo Real Estate (HRE) waren es kürzlich nochmals 40 Milliarden Euro.
Nicht weniger schlimm: Immer mehr Menschen können von ihrem geringen Einkommen nicht mehr leben und sind daher zusätzlich auf Hartz IV angewiesen. Zu der Armut gesellt sich die Verletzung der Würde.




onlinedienst - 28. Sep, 10:09 Article 2998x read