Welche Folgen haben die Lieferungen von Kampfpanzern und weiteren Militärgeräts an die Ukraine?
Dr. Alexander von Paleske —– 19.1. 2023 ——
Die Lieferung von Kampfpanzern des Westens an die Ukraine, einschliesslich des Leopard 2, ist offenbar beschlossen, und sie dürfte nicht das Ende westlicher Waffenlieferungen darstellen. Denn nach den Kampfpanzern wird bereits die Forderung nach Kampfjets erhoben, wie gestern abend von dem ehemaligen Botschafter in Deutschland und jetzigen Vizeaussenminister der Ukraine, Melnyk: Die Bundeswehr solle Kampfjets vom Typ Tormado abgeben. Dazu werden Kampfhubschauber gefordert. Als nächstes dürften dann Kurz- und Mittelstreckenraketen anstehen, um auch Basen im Hinterland Russlands anzugreifen, und nicht nur, wie jetzt, vereinzelt mit Drohnen.
Offensive Richtung Krim geplant
Die Ukraine soll offenbar eine Offensive in Richtung Krim im Frühjahr planen, und würde in Vorbereitung dazu die neuerbaute Brücke über die Meerenge von Kertsch zerstören, die für den Nachschub Russlands in einem solchen Falle essentiell ist. Für Offensiven der Ukraine ist das geforderte westliche Militärgerät erforderlich, denn es würde das Kräfteverhältnis zugunsten der Ukraine verschieben.
Antwort Putins
Was wird die Antwort Putins auf diese Waffenlieferungen – und einen Angriff auf die Krim – sein ?
Sollte eine russische Offensive im Frühjahr erfolgreich sein, dann wird es – abgesehen von Beschimpfungen und Beschuldigungen Russlands über die geplanten Waffenlieferungen – keine Reaktion geben.
Sollte aber umgekehrt der Ukraine ein Durchbruch in Richtung Krim gelingen, dann bestünde die hohe Wahrscheinlichkeit, dass Russland zu taktischen Atomwaffen greifen wird.
Die Krim, 1954 im Suff vom damaligen Parteichef Chruschtschow der Ukraine zugeschlagen, und ganz mehrheitlich von Russen bewohnt, wird auch ganz überwiegend von der Bevölkerung Russlands als Teil ihres Territoriums, als Teil von “Mütterchen Russland” angesehen. So stiess daher die Annexion der Krim 2014 in Russland auch auf breite Zustimmung. Das lässt sich nicht unbedingt von den durch Russland eroberten Gebieten in der Ostukraine sagen.
Mit anderen Worten: Die russische Führung – mit oder ohne Putin – würde einen Angriff auf die Krim als einen Angriff auf ihr Staatsgebiet ansehen – und würde zum einzigen Mittel greifen, das ihr militärisch dann noch bliebe: zu taktischen (Gefechtsfeld-)Atomwaffen.
Gleiches stünde an, wenn es ukrainischen Truppen gelänge, eine Offensive im Osten der Ukraine mit neuen westlichen Waffen zu starten, die russischen Truppen in die Flucht nach Russland zu schlagen, und auf die Grenze nach Russland zuzumarschieren.
Status Quo?
Zur sicheren Vermeidung eines nur zunächst begrenzten Atomkrieges, der sich alsbald zu einem Grossen Krieg mit atomaren Waffen ausweiten dürfte, käme es nur dann nicht, wenn der gegenwärtige Krieg nicht über die jetzigen Frontlinien, also über einen Stellungskrieg hinausginge, und endlich in Friedensverhandlungen nach einem Waffenstillstand münden würde.
Russland soll besiegt werden
Das aber wollen weder die Ukraine noch die Unterstützer in den westlichen Ländern. Sie wollen, dass Russland besiegt wird. An vorderster Front: die Abgeordnete und Vorsitzende des Verteidigungsausschusses Strack- Zimmermann (FDP), die Abgeordneten Anton Hofreiter (Grüne), Michael Roth von der SPD, und der CDU Politiker Norbert Röttgen.
Die Gefahr eines Atomkrieges wird von ihnen kleingeredet: Russland könne und müsse besiegt werden, und sie behaupten damit implizit, Russland werde eine militärische Niederlage und den Verlust der Krim akzeptieren.
Grosse Narretei
Diese Narretei hat leider nichts mit den erwartbaren Folgen zu tun:.
Die bisherigen Waffenlieferungen an die Ukraine haben der russischen Armee zugesetzt, die neuen angekündigten Waffenlieferungen könnten, wenn sie rechtzeitig eintrefffen, ein “Game Changer” sein – mit furchtbaren Konsequenzen.
Das ist der einzige Grund, warum Bundeskanzler Scholz die Lieferung von Kampfpanzern immer wieder verzögert hat, aber jetzt, unter dem Druck der USA und westlicher Länder, wohl nachgeben wird.
Die Ukraine wird Russland – auch mit den zugesagten Kampfanzern – letztlich nicht besiegen können, sie bringt uns jedoch dem Atomkrieg mit Riesenschritten näher.
Fazit
Es müssen energisch alle diplomatischen Möglichkeiten, insbesondere über China, genutzt werden, um diesen völkerrechtswidrigen blutigen Zerstörungskrieg Russlands zu einem raschen Ende zu bringen. Die Lieferung von Kampfpanzern und weiterem Militärgerät führt uns hingegen alle nur an den Rand einer Katastrophe.
Die Lieferung von Kampfpanzern des Westens an die Ukraine, einschliesslich des Leopard 2, ist offenbar beschlossen, und sie dürfte nicht das Ende westlicher Waffenlieferungen darstellen. Denn nach den Kampfpanzern wird bereits die Forderung nach Kampfjets erhoben, wie gestern abend von dem ehemaligen Botschafter in Deutschland und jetzigen Vizeaussenminister der Ukraine, Melnyk: Die Bundeswehr solle Kampfjets vom Typ Tormado abgeben. Dazu werden Kampfhubschauber gefordert. Als nächstes dürften dann Kurz- und Mittelstreckenraketen anstehen, um auch Basen im Hinterland Russlands anzugreifen, und nicht nur, wie jetzt, vereinzelt mit Drohnen.
Offensive Richtung Krim geplant
Die Ukraine soll offenbar eine Offensive in Richtung Krim im Frühjahr planen, und würde in Vorbereitung dazu die neuerbaute Brücke über die Meerenge von Kertsch zerstören, die für den Nachschub Russlands in einem solchen Falle essentiell ist. Für Offensiven der Ukraine ist das geforderte westliche Militärgerät erforderlich, denn es würde das Kräfteverhältnis zugunsten der Ukraine verschieben.
Antwort Putins
Was wird die Antwort Putins auf diese Waffenlieferungen – und einen Angriff auf die Krim – sein ?
Sollte eine russische Offensive im Frühjahr erfolgreich sein, dann wird es – abgesehen von Beschimpfungen und Beschuldigungen Russlands über die geplanten Waffenlieferungen – keine Reaktion geben.
Sollte aber umgekehrt der Ukraine ein Durchbruch in Richtung Krim gelingen, dann bestünde die hohe Wahrscheinlichkeit, dass Russland zu taktischen Atomwaffen greifen wird.
Die Krim, 1954 im Suff vom damaligen Parteichef Chruschtschow der Ukraine zugeschlagen, und ganz mehrheitlich von Russen bewohnt, wird auch ganz überwiegend von der Bevölkerung Russlands als Teil ihres Territoriums, als Teil von “Mütterchen Russland” angesehen. So stiess daher die Annexion der Krim 2014 in Russland auch auf breite Zustimmung. Das lässt sich nicht unbedingt von den durch Russland eroberten Gebieten in der Ostukraine sagen.
Mit anderen Worten: Die russische Führung – mit oder ohne Putin – würde einen Angriff auf die Krim als einen Angriff auf ihr Staatsgebiet ansehen – und würde zum einzigen Mittel greifen, das ihr militärisch dann noch bliebe: zu taktischen (Gefechtsfeld-)Atomwaffen.
Gleiches stünde an, wenn es ukrainischen Truppen gelänge, eine Offensive im Osten der Ukraine mit neuen westlichen Waffen zu starten, die russischen Truppen in die Flucht nach Russland zu schlagen, und auf die Grenze nach Russland zuzumarschieren.
Status Quo?
Zur sicheren Vermeidung eines nur zunächst begrenzten Atomkrieges, der sich alsbald zu einem Grossen Krieg mit atomaren Waffen ausweiten dürfte, käme es nur dann nicht, wenn der gegenwärtige Krieg nicht über die jetzigen Frontlinien, also über einen Stellungskrieg hinausginge, und endlich in Friedensverhandlungen nach einem Waffenstillstand münden würde.
Russland soll besiegt werden
Das aber wollen weder die Ukraine noch die Unterstützer in den westlichen Ländern. Sie wollen, dass Russland besiegt wird. An vorderster Front: die Abgeordnete und Vorsitzende des Verteidigungsausschusses Strack- Zimmermann (FDP), die Abgeordneten Anton Hofreiter (Grüne), Michael Roth von der SPD, und der CDU Politiker Norbert Röttgen.
Die Gefahr eines Atomkrieges wird von ihnen kleingeredet: Russland könne und müsse besiegt werden, und sie behaupten damit implizit, Russland werde eine militärische Niederlage und den Verlust der Krim akzeptieren.
Grosse Narretei
Diese Narretei hat leider nichts mit den erwartbaren Folgen zu tun:.
Die bisherigen Waffenlieferungen an die Ukraine haben der russischen Armee zugesetzt, die neuen angekündigten Waffenlieferungen könnten, wenn sie rechtzeitig eintrefffen, ein “Game Changer” sein – mit furchtbaren Konsequenzen.
Das ist der einzige Grund, warum Bundeskanzler Scholz die Lieferung von Kampfpanzern immer wieder verzögert hat, aber jetzt, unter dem Druck der USA und westlicher Länder, wohl nachgeben wird.
Die Ukraine wird Russland – auch mit den zugesagten Kampfanzern – letztlich nicht besiegen können, sie bringt uns jedoch dem Atomkrieg mit Riesenschritten näher.
Fazit
Es müssen energisch alle diplomatischen Möglichkeiten, insbesondere über China, genutzt werden, um diesen völkerrechtswidrigen blutigen Zerstörungskrieg Russlands zu einem raschen Ende zu bringen. Die Lieferung von Kampfpanzern und weiterem Militärgerät führt uns hingegen alle nur an den Rand einer Katastrophe.
onlinedienst - 20. Jan, 15:07 Article 661x read