Will US-Präsident Donald Trump noch einen Krieg anzetteln?
Dr. Alexander von Paleske ——- 19.11. 2020 ——
Der designierte US-Präsident Joe Biden hat keinen Zweifel daran gelassen, dass er Trumps Massnahmen gegen den Klimaschutz, den Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen, und Austritte aus internationalen Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), am ersten Tag seines Amtsantritts rückgängig machen will.
Ausserdem beabsichtigt er, das Iran- Atomabkommen – ebenfalls von Trump in die Tonne getreten, und den Iran mit verschärften Sanktionen überzogen – neu zu verhandeln.
Letzteres müsste Trump besonders treffen, denn er ist stolz darauf, nicht nur die Botschaft der USA in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt, sondern auch mehrere arabische Staaten mit Israel “versöhnt “ zu haben – damit das Palästinenserproblem aber keinen Jota einer Lösung nähergebracht .
Kriegskoalition statt Frieden
Tatsächlich handelt es sich bei dieser Politik, der Herstellung diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und einigen arabischen Staaten, wie dem Sudan, Bahrein und den Emiraten am Golf – auch Saudi Arabien plant offenbar, seine Beziehungen zu Israel zu normalisieren – nicht um eine Versöhnung, sondern vielmehr um das Schmieden einer Kriegskoalition gegen den Iran nach dem Motto: “meines Feindes Feind ist mein Freund”.
Nun kommt hinzu, dass der Iran wieder die Urananreicherung aufgenommen hat, was bis zur Aufkündigung des Atomvertrages durch Präsident Trump auf Eis gelegt war.
Von Beginn an bekämpft
Israels Regierung hatte von Anfang an den Atomvertrag mit dem Iran bekämpft, fand schliesslich in Trump einen Verbündeten, nein: seinen bisher besten Freund. Ebenso bekämpften diesen Vertrag sunnitische arabische Länder, allen voran Saudi-Arabien.
Die sunnitisch geführten Regierungen wollen den schiitischen Iran schwächen, konkreter: sein atomares Bedrohungspotential so rasch wie möglich vernichten. Nur fehlen ihnen die militärischen Mittel, das gilt auch für Saudi Arabien mit seiner von Prinzen geführten Operettenarmee: zwar hochmodern von den USA ausgerüstet, der Kampfkraft iranischer Truppen jedoch hoffnungslos unterlegen. Also soll der Erzfeind Israel mit ran.
Ziel: Schwächung des Iran durch Luftangriffe
Ziel dieser neuen unheiligen Allianz: den Iran nachhaltig zu schwächen, was nach dem Scheitern der Wirksamkeit der gegen den Iran verhängten Sanktionen nur einen militärischen Schlag bedeuten kann. Ziel derartiger Angriffe wären die Atomanlagen und Teil der militärischen Infrastruktur – allerdings ohne den Einsatz von Bodentruppen.
Sollte, womit dann zu rechnen wäre, der Iran nach einem derartigen Angriff seinerseits Raketen abfeuern, sei es auf Saudi-Arabien, sei es auf Israel, und die Strasse von Hormuz , damit die Oeltransporte, sperren, würden Militärschläge durch die USA folgen. Dieser Krieg hätte dann das Zeug in einen grossen Krieg im Mittleren Osten zu münden – und darüber hinaus.
Nicht unrealistisch
Keineswegs eine unrealistische Vorstellung, denn bereits vorgestern wurde in den Nachrichtensendungen gemeldet, Trump habe jetzt überlegt, die Atomanlagen des Iran zu zerstören.
Mit einer derartigen Aktion würden Neuverhandlungen mit dem Iran obsolet gemacht, Joe Biden wäre aussenpolitisch der Weg der einer Entspannung durch eine Verhandlungslösung versperrt.
Israel ist, mehrfach wurde hier darauf verwiesen, auf einen Zweitschlag der USA angewiesen, wenn der Iran, womit zu rechnen ist, als Vergeltung Israel und Saudi-Arabien mit Raketen angreift, möglicherweise gefüllt mit Massenvernichtungswaffen wie Giftgasen, die in den 90er Jahren mit Hilfe Israels in den Iran geliefert worden waren, wir berichteten mehrfach darüber.
Obama verweigerte
Obama verweigerte jedoch den Einritt der USA in ein derartiges Kriegsabenteuer. Aber offenbar wollte Trump – anders als Obama – in seiner zweiten Amtszeit, nach dem Ende der Coviod19 Epidemie, loslegen.
Durch Trumps Wahlniederlage ist ein derartiger Plan jedoch hinfällig geworden, da Joe Biden an den Verhandlungstisch zurückkehren will. Ein Albtraum für Israels Premier und seine neuen arabischen “Freunde” am Golf. Alle “Erfolge” des Duos Netanyahu/Trump würden so von Biden zunichte gemacht. Es hiesse: “Zurück auf Anfang”.
Es gäbe daher nur einen Ausweg für Trump und Netanyahu: Vollendete Tatsachen schaffen, handeln, bevor US-Präsident Trump das Weisse Haus verlassen muss.
Wird Trump handeln?
In diesem Zusammenhang ist es keine Ueberraschung, das er seinen Verteidigungsminister Mark Esper gefeuert, und mit Christopher Miller einen Mann geholt hat, der ihm 150% loyal ist , der Obama einen “Terroristen” genannt hat: Die ideale Besetzung für finstere Pläne.
Ein deartiger Luftschlag hätte das Potential, die ganze Region in Brand zu setzen, die Welt stünde am Abgrund.
Trump hat schon bisher gezeigt, dass ihm alles zuzutrauen ist.
Der designierte US-Präsident Joe Biden hat keinen Zweifel daran gelassen, dass er Trumps Massnahmen gegen den Klimaschutz, den Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen, und Austritte aus internationalen Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), am ersten Tag seines Amtsantritts rückgängig machen will.
Ausserdem beabsichtigt er, das Iran- Atomabkommen – ebenfalls von Trump in die Tonne getreten, und den Iran mit verschärften Sanktionen überzogen – neu zu verhandeln.
Letzteres müsste Trump besonders treffen, denn er ist stolz darauf, nicht nur die Botschaft der USA in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt, sondern auch mehrere arabische Staaten mit Israel “versöhnt “ zu haben – damit das Palästinenserproblem aber keinen Jota einer Lösung nähergebracht .
Kriegskoalition statt Frieden
Tatsächlich handelt es sich bei dieser Politik, der Herstellung diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und einigen arabischen Staaten, wie dem Sudan, Bahrein und den Emiraten am Golf – auch Saudi Arabien plant offenbar, seine Beziehungen zu Israel zu normalisieren – nicht um eine Versöhnung, sondern vielmehr um das Schmieden einer Kriegskoalition gegen den Iran nach dem Motto: “meines Feindes Feind ist mein Freund”.
Nun kommt hinzu, dass der Iran wieder die Urananreicherung aufgenommen hat, was bis zur Aufkündigung des Atomvertrages durch Präsident Trump auf Eis gelegt war.
Von Beginn an bekämpft
Israels Regierung hatte von Anfang an den Atomvertrag mit dem Iran bekämpft, fand schliesslich in Trump einen Verbündeten, nein: seinen bisher besten Freund. Ebenso bekämpften diesen Vertrag sunnitische arabische Länder, allen voran Saudi-Arabien.
Die sunnitisch geführten Regierungen wollen den schiitischen Iran schwächen, konkreter: sein atomares Bedrohungspotential so rasch wie möglich vernichten. Nur fehlen ihnen die militärischen Mittel, das gilt auch für Saudi Arabien mit seiner von Prinzen geführten Operettenarmee: zwar hochmodern von den USA ausgerüstet, der Kampfkraft iranischer Truppen jedoch hoffnungslos unterlegen. Also soll der Erzfeind Israel mit ran.
Ziel: Schwächung des Iran durch Luftangriffe
Ziel dieser neuen unheiligen Allianz: den Iran nachhaltig zu schwächen, was nach dem Scheitern der Wirksamkeit der gegen den Iran verhängten Sanktionen nur einen militärischen Schlag bedeuten kann. Ziel derartiger Angriffe wären die Atomanlagen und Teil der militärischen Infrastruktur – allerdings ohne den Einsatz von Bodentruppen.
Sollte, womit dann zu rechnen wäre, der Iran nach einem derartigen Angriff seinerseits Raketen abfeuern, sei es auf Saudi-Arabien, sei es auf Israel, und die Strasse von Hormuz , damit die Oeltransporte, sperren, würden Militärschläge durch die USA folgen. Dieser Krieg hätte dann das Zeug in einen grossen Krieg im Mittleren Osten zu münden – und darüber hinaus.
Nicht unrealistisch
Keineswegs eine unrealistische Vorstellung, denn bereits vorgestern wurde in den Nachrichtensendungen gemeldet, Trump habe jetzt überlegt, die Atomanlagen des Iran zu zerstören.
Mit einer derartigen Aktion würden Neuverhandlungen mit dem Iran obsolet gemacht, Joe Biden wäre aussenpolitisch der Weg der einer Entspannung durch eine Verhandlungslösung versperrt.
Israel ist, mehrfach wurde hier darauf verwiesen, auf einen Zweitschlag der USA angewiesen, wenn der Iran, womit zu rechnen ist, als Vergeltung Israel und Saudi-Arabien mit Raketen angreift, möglicherweise gefüllt mit Massenvernichtungswaffen wie Giftgasen, die in den 90er Jahren mit Hilfe Israels in den Iran geliefert worden waren, wir berichteten mehrfach darüber.
Obama verweigerte
Obama verweigerte jedoch den Einritt der USA in ein derartiges Kriegsabenteuer. Aber offenbar wollte Trump – anders als Obama – in seiner zweiten Amtszeit, nach dem Ende der Coviod19 Epidemie, loslegen.
Durch Trumps Wahlniederlage ist ein derartiger Plan jedoch hinfällig geworden, da Joe Biden an den Verhandlungstisch zurückkehren will. Ein Albtraum für Israels Premier und seine neuen arabischen “Freunde” am Golf. Alle “Erfolge” des Duos Netanyahu/Trump würden so von Biden zunichte gemacht. Es hiesse: “Zurück auf Anfang”.
Es gäbe daher nur einen Ausweg für Trump und Netanyahu: Vollendete Tatsachen schaffen, handeln, bevor US-Präsident Trump das Weisse Haus verlassen muss.
Wird Trump handeln?
In diesem Zusammenhang ist es keine Ueberraschung, das er seinen Verteidigungsminister Mark Esper gefeuert, und mit Christopher Miller einen Mann geholt hat, der ihm 150% loyal ist , der Obama einen “Terroristen” genannt hat: Die ideale Besetzung für finstere Pläne.
Ein deartiger Luftschlag hätte das Potential, die ganze Region in Brand zu setzen, die Welt stünde am Abgrund.
Trump hat schon bisher gezeigt, dass ihm alles zuzutrauen ist.
onlinedienst - 20. Nov, 10:39 Article 504x read