Elefanten, Zyanid und die Artenschutzkonferenz in Johannesburg /Südafrika
Dr. Alexander von Paleske ---- 27.9. 2016-----
Gestern fand sich auf Seite 1 der zimbabweschen Zeitung „Chronicle“ folgende Meldung:
4 Jumbos die, cyanid poisoning suspected.

Wieder sind mehrere Elefanten der Wilderei in Simbabwe zum Opfer gefallen. Seit 2013 hat sich das Mittel er Vergiftung mit Zyanid fest etabliert, keine Geräusche durch Schüsse, und gleich mehrere Elefanten auf einen Schlag innerhalb kurzer Zeit.

Durch Zyanid getöteter Elefant
Das Zyanid stammt von Goldminen, die es an de Wilddiebe weiterverkaufen, die sich als kleine Minenbesitzer präsentieren.
Katastrophale Folgen
Die Folgen sin katastrophal: nicht nur die Dezimierung des Bestandes an Elefanten, sondern die weitere Vergiftung von Tieren, die sich vom Kadaver ernähren, also vor allem Geier.
Es waren einmal.....
Vor 100 Jahren gab es in Afrika noch rund 10 Millionen Elefanten, diese Zahl war im Jahre 2014 auf 500.000 geschrumpft.
In den letzten 7 Jahren dezimierten Wilderer die Gesamtheit der der noch in Afrika lebenden Elefanten um 30%.
In den nächsten 10 Jahren werden 40% des jetzt noch übrig gebliebenen Bestandes ausgerottet sein, wenn es nicht gelingt, diesen Trend zu stoppen.
40%in Botswana .
Mittlerweile konzentriert sich die grösste Elefantenpopulation in Botswana: 40% aller afrikanischen Elefanten - nicht von ungefähr - . vor 30 Jahren waren es noch weit weniger als 10%.
Botswana ist ein Land im südlichen Afrika von der Grösse Deutschlands mit einer Bevölkerung von zwei Millionen
Botswana gehört zu den wenigen demokratischen Ländern Afrikas und spielt in Sachen Korruption in der Liga der am wenigsten korrupten Länder mit, nicht weit von Deutschland entfernt. Das Land verfügt dank der Diamantenvorkommen über genügend Ressourcen, um einen guten und effektiven – nicht aber vollständigen -Schutz gegen Wilderei zu gewährleisten.
Elefanten, die ein ausgezeichnete Gedächtnis haben, ziehen es mittlerweile vor, nicht mehr aus Botswana heraus in Richtung Anogla oder Sambia sich vorzuwagen - wegen schlechter Erfahrungen.
Nach der Ruhe der Sturm
Nach Jahren der relativen Ruhe in Sachen Elfenbein-Wilderei in den 90er Jahren - die Wilderei konzentrierte sich vorwiegend auf Nashörner - sind jetzt auch Elefanten wieder begehrtes Objekt der Wilderei geworden. Der Grund: Mit der Zunahme es Wohlstandes in China ist die Nachfrage nach Elfenbein förmlich explodiert. Der Besitz von Elfenbein-Schnitzereien aus Elfenbein dient als Zeichen des Wohlstands.
Zeichen des Wohlstands - Schnitzereien aus Elfenbein in China angeboten Screenshots: Dr. v. Paleske
Zwar ist die Einfuhr von Elfenbein auch in China verboten, gleichwohl gelangen grosse Mengen illegal importierten Elfenbeins in den Handel. Denn er Verkauf von verarbeitetem Elfenbein ist nicht untersagt, auch nicht die Verarbeitung von vor Jahren legal erworbenen Stosszähnen.
Und so breitet sich in China ein pseudolegaler Markt aus, der die Nachfrage weiter antreibt.
Was mit den Lagerbeständen?
Simbabwe und Namibia sitzen auf grossen Mengen von Stosszähnen, den Wilderern abgenommen oder legal von Grosswildjägern erlegten Elefanten..
Beide Länder wollen diese Lager räumen und die Erlöse von mehreren hundert Millionen Dollar nutzen, um besser gegen die Wilderei vorgehen zu können.
Kenia hat vor einigen Monaten in einer spektakulären Aktion Elfenbein im Werte von mehr als 100 Millionen US Dollar verbrannt.

Verbrennung von Elfenbein in Kenia
Eine Konferenz in Johannesburg
Zur Zeit findet die CITES – Artenschutzkonferenz in Johannesburg statt. CITES steht für Convention on the International Trade in Endangered Species. In den nächsten 8 Tagen soll auch beschlossen werden, wie mit den Lagerbeständen von Elfenbein verfahren werden kann: verkaufen, verbrennen oder weiter lagern.

Die bisherige Erfahrung lehrt, dass die Wilderei nicht gestoppt wird durch den legalen Verkauf, der Markt vielmehr angeheizt wird.
Solange die Märkte nicht ausgetrocknet werden, wobei auch der Besitz von Elfenbein samt dem Handel unter Strafe gestellt werden muss, wird wird sich nichts Grundlegendes ändern – leider.
So wird die illegale Elefantenjagd weitergehen - bis der letzte Elefant ausgerottet ist.
Gestern fand sich auf Seite 1 der zimbabweschen Zeitung „Chronicle“ folgende Meldung:
4 Jumbos die, cyanid poisoning suspected.

Wieder sind mehrere Elefanten der Wilderei in Simbabwe zum Opfer gefallen. Seit 2013 hat sich das Mittel er Vergiftung mit Zyanid fest etabliert, keine Geräusche durch Schüsse, und gleich mehrere Elefanten auf einen Schlag innerhalb kurzer Zeit.

Durch Zyanid getöteter Elefant
Das Zyanid stammt von Goldminen, die es an de Wilddiebe weiterverkaufen, die sich als kleine Minenbesitzer präsentieren.
Katastrophale Folgen
Die Folgen sin katastrophal: nicht nur die Dezimierung des Bestandes an Elefanten, sondern die weitere Vergiftung von Tieren, die sich vom Kadaver ernähren, also vor allem Geier.
Es waren einmal.....
Vor 100 Jahren gab es in Afrika noch rund 10 Millionen Elefanten, diese Zahl war im Jahre 2014 auf 500.000 geschrumpft.
In den letzten 7 Jahren dezimierten Wilderer die Gesamtheit der der noch in Afrika lebenden Elefanten um 30%.
In den nächsten 10 Jahren werden 40% des jetzt noch übrig gebliebenen Bestandes ausgerottet sein, wenn es nicht gelingt, diesen Trend zu stoppen.
40%in Botswana .
Mittlerweile konzentriert sich die grösste Elefantenpopulation in Botswana: 40% aller afrikanischen Elefanten - nicht von ungefähr - . vor 30 Jahren waren es noch weit weniger als 10%.
Botswana ist ein Land im südlichen Afrika von der Grösse Deutschlands mit einer Bevölkerung von zwei Millionen
Botswana gehört zu den wenigen demokratischen Ländern Afrikas und spielt in Sachen Korruption in der Liga der am wenigsten korrupten Länder mit, nicht weit von Deutschland entfernt. Das Land verfügt dank der Diamantenvorkommen über genügend Ressourcen, um einen guten und effektiven – nicht aber vollständigen -Schutz gegen Wilderei zu gewährleisten.
Elefanten, die ein ausgezeichnete Gedächtnis haben, ziehen es mittlerweile vor, nicht mehr aus Botswana heraus in Richtung Anogla oder Sambia sich vorzuwagen - wegen schlechter Erfahrungen.
Nach der Ruhe der Sturm
Nach Jahren der relativen Ruhe in Sachen Elfenbein-Wilderei in den 90er Jahren - die Wilderei konzentrierte sich vorwiegend auf Nashörner - sind jetzt auch Elefanten wieder begehrtes Objekt der Wilderei geworden. Der Grund: Mit der Zunahme es Wohlstandes in China ist die Nachfrage nach Elfenbein förmlich explodiert. Der Besitz von Elfenbein-Schnitzereien aus Elfenbein dient als Zeichen des Wohlstands.

Zeichen des Wohlstands - Schnitzereien aus Elfenbein in China angeboten Screenshots: Dr. v. Paleske
Zwar ist die Einfuhr von Elfenbein auch in China verboten, gleichwohl gelangen grosse Mengen illegal importierten Elfenbeins in den Handel. Denn er Verkauf von verarbeitetem Elfenbein ist nicht untersagt, auch nicht die Verarbeitung von vor Jahren legal erworbenen Stosszähnen.
Und so breitet sich in China ein pseudolegaler Markt aus, der die Nachfrage weiter antreibt.
Was mit den Lagerbeständen?
Simbabwe und Namibia sitzen auf grossen Mengen von Stosszähnen, den Wilderern abgenommen oder legal von Grosswildjägern erlegten Elefanten..
Beide Länder wollen diese Lager räumen und die Erlöse von mehreren hundert Millionen Dollar nutzen, um besser gegen die Wilderei vorgehen zu können.
Kenia hat vor einigen Monaten in einer spektakulären Aktion Elfenbein im Werte von mehr als 100 Millionen US Dollar verbrannt.

Verbrennung von Elfenbein in Kenia
Eine Konferenz in Johannesburg
Zur Zeit findet die CITES – Artenschutzkonferenz in Johannesburg statt. CITES steht für Convention on the International Trade in Endangered Species. In den nächsten 8 Tagen soll auch beschlossen werden, wie mit den Lagerbeständen von Elfenbein verfahren werden kann: verkaufen, verbrennen oder weiter lagern.

Die bisherige Erfahrung lehrt, dass die Wilderei nicht gestoppt wird durch den legalen Verkauf, der Markt vielmehr angeheizt wird.
Solange die Märkte nicht ausgetrocknet werden, wobei auch der Besitz von Elfenbein samt dem Handel unter Strafe gestellt werden muss, wird wird sich nichts Grundlegendes ändern – leider.
So wird die illegale Elefantenjagd weitergehen - bis der letzte Elefant ausgerottet ist.
onlinedienst - 27. Sep, 21:03 Article 2711x read