Post aus Bolivien
Dr. Alexander von Paleske - ---- 4.7.2007 --- Vor kurzem erreichte mich die Mail einer ehemaligen Mitarbeiterin, Dr. Jova Torrealba. Dr. Jova gehörte zu einer Gruppe von kubanischen Ärzten, die hier in Botswana arbeiteten. Kubanische Ärzte und Krankenschwestern arbeiten hier in Botswana im Rahmen eines Regierungsabkommens zwischen beiden Ländern als Entwicklungshelfer, in erster Linie, um das ehrgeizige HIV-Behandlungsprogramm der Regierung Botswanas zu unterstützen.
Dr. Jova, zeichnete sich durch dreierlei aus: sie war kompetent, arbeitete hart und war immer gut gelaunt. Wir alle bedauerten ihren Weggang vor zwei Jahren. Sie wurde nun von der Regierung Kubas nach Bolivien entsandt, in eines der ärmsten Landstriche des Landes, wo die Bevölkerung noch nie einen dort praktizierenden Arzt gehabt hatte.
Sie gehört zu den zehntausenden von kubanischen Ärzten, die in Ländern der Dritten Welt Dienst tun, dort, wo eklatantester Ärztemangel besteht. Ein Projekt, das eigentlich volle Unterstützung finden müsste.
Das sieht die US-amerikanische Regierung allerdings anders.
Im August letzten Jahres erleichterte die amerikanische Regierung die Einreisebestimmungen - für kubanische Ärzte und Krankenschwestern-, natürlich mit der Vorstellung, die kubanischen Ärzte zur Flucht zu bewegen, im Falle Venezuelas beispielsweise nach Kolumbien. Ihr ist es völlig gleichgültig, ob die Bevölkerung in den Slums von Venezuela, auch dort arbeiten kubanische Ärzte, dort, wo kein venezolanischer Arzt arbeiten will, ärztlich versorgt wird. Amerika geht es darum, jegliches Programm, das den Goodwill Kubas auf dem lateinamerikanischen Kontinent erhöhen könnte, zu zerstören.
Zynisches US-Programm verzeichnet Teilerfolg
Und das US-amerikanische Programm hat Erfolg. Teilweise jedenfalls. Dutzende von kubanischen Ärzten sind mittlerweile nach Kolumbien geflohen und warten dort auf die Erteilung eines US Visa. Mittlerweile ist das Vorgehen der Bush Regierung selbst in den USA auf Kritik gestoßen. James Mc Govern, Mitglied des Repräsentantenhauses aus Massachusetts nannte es geradezu zynisch, Arzte wegzulocken, die die Ärmsten der Armen versorgen.
“Was ist falsch an diesem kubanischen Programm? Nichts. Wir sollten ein ähnliches Programm haben”. Aber die Bush Regierung hat schon, wie die Vorgänger, lieber Waffen nach Lateinamerika geliefert, als etwas für die Gesundheitsversorgung zu tun.
Zuzugsbegrenzungen aufgehoben
Vor einem Jahr beschloss der US Senat darüber hinaus ein Gesetz, das die Limitierung des Zuzugs von Gesundheitspersonal, also Ärzte und Krankenschwestern aufhob. Während der letzten 10 Jahre sind mehr als 50.000 Krankenschwestern vorwiegend aus Ländern der Dritten Welt, dort also, wo sie nicht nur unter finanziellen Aufwendungen ausgebildet, sondern auch am dringendsten gebraucht werden in die USA gekommen, oftmals auch aggressiv angeworben.
118.000 offene Stellen für Krankenschwestern gibt es in den USA und viele ärztlich unterversorgte Gebiete. Im Jahre 2020 sollen es nach Angaben der Medizinerzeitung LANCET 800.000 sein.
In den USA könnte die Attraktivität des Pflegeberufs durch bessere Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung gesteigert werden. Damit würde sich das Problem von selbst lösen. Aber stattdessen sollen die schlechten Arbeitsbedingungen bestehen bleiben und das Personal aus Ländern der Dritten Welt soll einspringen. Ein teuflisches Vorgehen.
Abwerbung von afrikanischen Krankenschwestern
Dr. Jova, zeichnete sich durch dreierlei aus: sie war kompetent, arbeitete hart und war immer gut gelaunt. Wir alle bedauerten ihren Weggang vor zwei Jahren. Sie wurde nun von der Regierung Kubas nach Bolivien entsandt, in eines der ärmsten Landstriche des Landes, wo die Bevölkerung noch nie einen dort praktizierenden Arzt gehabt hatte.
Sie gehört zu den zehntausenden von kubanischen Ärzten, die in Ländern der Dritten Welt Dienst tun, dort, wo eklatantester Ärztemangel besteht. Ein Projekt, das eigentlich volle Unterstützung finden müsste.
Das sieht die US-amerikanische Regierung allerdings anders.
Im August letzten Jahres erleichterte die amerikanische Regierung die Einreisebestimmungen - für kubanische Ärzte und Krankenschwestern-, natürlich mit der Vorstellung, die kubanischen Ärzte zur Flucht zu bewegen, im Falle Venezuelas beispielsweise nach Kolumbien. Ihr ist es völlig gleichgültig, ob die Bevölkerung in den Slums von Venezuela, auch dort arbeiten kubanische Ärzte, dort, wo kein venezolanischer Arzt arbeiten will, ärztlich versorgt wird. Amerika geht es darum, jegliches Programm, das den Goodwill Kubas auf dem lateinamerikanischen Kontinent erhöhen könnte, zu zerstören.
Zynisches US-Programm verzeichnet Teilerfolg
Und das US-amerikanische Programm hat Erfolg. Teilweise jedenfalls. Dutzende von kubanischen Ärzten sind mittlerweile nach Kolumbien geflohen und warten dort auf die Erteilung eines US Visa. Mittlerweile ist das Vorgehen der Bush Regierung selbst in den USA auf Kritik gestoßen. James Mc Govern, Mitglied des Repräsentantenhauses aus Massachusetts nannte es geradezu zynisch, Arzte wegzulocken, die die Ärmsten der Armen versorgen.
“Was ist falsch an diesem kubanischen Programm? Nichts. Wir sollten ein ähnliches Programm haben”. Aber die Bush Regierung hat schon, wie die Vorgänger, lieber Waffen nach Lateinamerika geliefert, als etwas für die Gesundheitsversorgung zu tun.
Zuzugsbegrenzungen aufgehoben
Vor einem Jahr beschloss der US Senat darüber hinaus ein Gesetz, das die Limitierung des Zuzugs von Gesundheitspersonal, also Ärzte und Krankenschwestern aufhob. Während der letzten 10 Jahre sind mehr als 50.000 Krankenschwestern vorwiegend aus Ländern der Dritten Welt, dort also, wo sie nicht nur unter finanziellen Aufwendungen ausgebildet, sondern auch am dringendsten gebraucht werden in die USA gekommen, oftmals auch aggressiv angeworben.
118.000 offene Stellen für Krankenschwestern gibt es in den USA und viele ärztlich unterversorgte Gebiete. Im Jahre 2020 sollen es nach Angaben der Medizinerzeitung LANCET 800.000 sein.
In den USA könnte die Attraktivität des Pflegeberufs durch bessere Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung gesteigert werden. Damit würde sich das Problem von selbst lösen. Aber stattdessen sollen die schlechten Arbeitsbedingungen bestehen bleiben und das Personal aus Ländern der Dritten Welt soll einspringen. Ein teuflisches Vorgehen.

sfux - 4. Jul, 08:33 Article 2177x read