Südafrika: Thabo Mbekis erneutes Versagen in der AIDS Krise-Ministerin gefeuert
Dr. Alexander von Paleske - Zum ersten Mal seit Jahren wurde in Südafrika vor einer Woche ein leichter Rückgang in der Zahl der HIV-Infizierten gemeldet, von 5,54 Millionen im Jahre 2005 auf 5,41 Millionen im Jahre 2006, nachdem es in all den Jahren zuvor zu einem teils dramatischen Anstieg der Zahl der HIV Infizierten und damit parallel der an HIV-AIDS Verstorbenen gekommen war.
Am signifikantesten war der Rückgang bei der Gruppe der Frauen unter 20, hier fiel die Inzidenz von 15,9% auf 13,7%. Erschreckend hoch aber weiterhin der Anteil HIV-positiver Schwangerer in der Altersgruppe der 25-29 jährigen, hier sind 38,7% mit dem Virus infiziert, aber auch hier ein kleiner Rückgang von 39,5% im Jahre 2005. Der Rückgang ist der Erfolg der Kampagnen von Gruppen wie der TAC um Zackie Achmat, aber auch der Aufklärungskampagnen in vielen Grossbetrieben wie BMW und Mercedes, die mit Verlusten an ausgebildeten Arbeitskräften und hohem Krankenstand konfrontiert waren.
Mbeki und die HIV-AIDS Wahnfahrt
Verantwortung an der Ausbreitung dieser Seuche trägt zu einem erheblichen Mass der Präsident Thabo Mbeki. Er begab sich auf eine sechsjährige Wahnfahrt in Sachen AIDS, gestützt auf den absurden Thesen der HIV-AIDS Leugner wie den deutschen Arzt Claus Köhnlein und den US Professor Duesberg. Volle Unterstützung erhielt er dabei von seiner Gesundheitsministerin, die es als ausgebildete Ärztin ja nun wirklich besser wissen sollte.
Endlich, im November letzten Jahres, wurde diese Wahnfahrt auch offiziell beendet.
Die Gesundheitsministerin Manto Tshabalala Msimang musste sich einer Lebertransplantation unterziehen und die stellvertretende Ministerin Nozizwe Madlala-Routledge nahm das Heft in die Hand. Sie beendete nicht nur offiziell die Wahnfahrt sondern suchte und fand den Kontakt mit allen Gruppen, die sich die Bekämpfung der HIV-Seuche und die umfassende Behandlung der Ininfizierten zum Ziel gesetzt hatten. Ein frischer Wind wehte nicht nur durch das Gesundheitsministerium sondern durch Südafrika.
Allgemein wurde erwartet, dass Manto Tshabalala Msimang, die vor einem Jahr bei der internationalen AIDS Konferenz in Toronto/Kanada durch die Propagierung von Roten Beeten und Knoblauch als AIDS Heilmittel sich der Lächerlichkeit preisgegeben hatte, nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus von Mbeki auf das Altenteil abgeschoben würde. Das geschah jedoch nicht, Manto kehrte in das Gesundheitsministerium zurück, stattdessen wurde Madlala-Routledge am 8.8. von Thabo Mbeki gefeuert.
Die Hintergründe der Entlassung einer kompetenten Ministerin
Mbeki nutzte eine angeblich nicht autorisierte Reise Madlala-Routledge zu einer AIDS-Vakzine- Konferenz in Spanien als Vorwand. Die Reise war ursprünglich als reine Routineangelegenheit gebilligt worden, dies strich der Präsident aber höchstpersönlich und vermerkte handschriftlich „not approved“ Zu diesem Zeitpunkt war die Ministerin bereits im Flugzeug auf dem Weg nach Spanien.
Als nach ihrer Ankunft in Spanien die Entscheidung des Präsidenten ihr mitgeteilt wurde, kehrte sie sofort nach Südafrika zurück.
Dort forderte Mbeki sie auf, zurückzutreten. Sie erbat sich Bedenkzeit und weigerte sich aber dann, der Aufforderung nachzukommen. Daraufhin feuerte sie der Präsident am Mittwochabend.
Mbeki und sein Kampf für das Vergessen
Mbeki versucht gerade, seine Wahnfahrt in Sachen AIDS vergessen zu machen. Dazu ist jüngst ein Buch des bezahlten Schreibers Ronald Suresh Roberts „Thabo Mbeki – Fit to Govern“ herausgekommen, der Mbeki schon immer in vorderster Front im Kampf gegen AIDS beschreibt, wir berichteten darüber.
Mbeki brauchte deshalb für sich Ruhe an der AIDS Front. Aber Madlala Routledge wollte aus guten Gründen angesichts der AIDS Katastrophe keine Ruhe geben, so forderte sie auch mehr öffentliches Engagement der Regierung z.B. das öffentliche Testen von Regierungsmitgliedern, sie ging mit gutem Beispiel voran, um der Krankheit das Stigma zu nehmen und die Botschaft „Know your Status“ zu verbreiten.
Und Madlala Routledge ging „vor Ort“, wenn inakzeptable Zustände in Krankenhäusern ihr bekannt wurden, wie zuletzt im Frere Krankenhaus in der Eastern Cape Provinz, wo Säuglinge mangels adäquater Behandlung in hoher Zahl sterben. Sie nannte das Krankenhaus eine nationale Katastrophe.
Manto Tshabalala die Gesundheitsministerin schickte sofort ein inkompetentes Jubelteam dorthin, das sogleich verkündete: „Alles gar nicht so schlimm“. Für Mbeki, der sich mit einem Küchenkabinett von Ja-Sagern umgibt, war jetzt das Mass voll.
Keine Änderung der AIDS-Politik
Das Feuern der stellvertretenden Ministerin stellt daher, anders als gemeldet, keine grundsätzliche Änderung in der AIDS Politik dar, sie ist eher ein Ausdruck von Mbekis Unfähigkeit. Er ist, wie wir ihn bereits in mehreren Artikel beschrieben haben: Stark in Intrigen, schwach im Regieren“.
Seine Entscheidung wurde in der südafrikanischen Presse scharf kritisiert. Frau Madlala-Routledge wurde am 9.8. hingegen bei ihrer Rückkehr nach Kapstadt am Flughafen von vielen Menschen begeistert begrüsst - Heroe’s Welcome.
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Verantwortung an der Ausbreitung dieser Seuche trägt zu einem erheblichen Mass der Präsident Thabo Mbeki. Er begab sich auf eine sechsjährige Wahnfahrt in Sachen AIDS, gestützt auf den absurden Thesen der HIV-AIDS Leugner wie den deutschen Arzt Claus Köhnlein und den US Professor Duesberg. Volle Unterstützung erhielt er dabei von seiner Gesundheitsministerin, die es als ausgebildete Ärztin ja nun wirklich besser wissen sollte.
Endlich, im November letzten Jahres, wurde diese Wahnfahrt auch offiziell beendet.
Die Gesundheitsministerin Manto Tshabalala Msimang musste sich einer Lebertransplantation unterziehen und die stellvertretende Ministerin Nozizwe Madlala-Routledge nahm das Heft in die Hand. Sie beendete nicht nur offiziell die Wahnfahrt sondern suchte und fand den Kontakt mit allen Gruppen, die sich die Bekämpfung der HIV-Seuche und die umfassende Behandlung der Ininfizierten zum Ziel gesetzt hatten. Ein frischer Wind wehte nicht nur durch das Gesundheitsministerium sondern durch Südafrika.
Allgemein wurde erwartet, dass Manto Tshabalala Msimang, die vor einem Jahr bei der internationalen AIDS Konferenz in Toronto/Kanada durch die Propagierung von Roten Beeten und Knoblauch als AIDS Heilmittel sich der Lächerlichkeit preisgegeben hatte, nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus von Mbeki auf das Altenteil abgeschoben würde. Das geschah jedoch nicht, Manto kehrte in das Gesundheitsministerium zurück, stattdessen wurde Madlala-Routledge am 8.8. von Thabo Mbeki gefeuert.
Die Hintergründe der Entlassung einer kompetenten Ministerin
Mbeki nutzte eine angeblich nicht autorisierte Reise Madlala-Routledge zu einer AIDS-Vakzine- Konferenz in Spanien als Vorwand. Die Reise war ursprünglich als reine Routineangelegenheit gebilligt worden, dies strich der Präsident aber höchstpersönlich und vermerkte handschriftlich „not approved“ Zu diesem Zeitpunkt war die Ministerin bereits im Flugzeug auf dem Weg nach Spanien.
Als nach ihrer Ankunft in Spanien die Entscheidung des Präsidenten ihr mitgeteilt wurde, kehrte sie sofort nach Südafrika zurück.
Dort forderte Mbeki sie auf, zurückzutreten. Sie erbat sich Bedenkzeit und weigerte sich aber dann, der Aufforderung nachzukommen. Daraufhin feuerte sie der Präsident am Mittwochabend.
Mbeki und sein Kampf für das Vergessen
Mbeki versucht gerade, seine Wahnfahrt in Sachen AIDS vergessen zu machen. Dazu ist jüngst ein Buch des bezahlten Schreibers Ronald Suresh Roberts „Thabo Mbeki – Fit to Govern“ herausgekommen, der Mbeki schon immer in vorderster Front im Kampf gegen AIDS beschreibt, wir berichteten darüber.
Mbeki brauchte deshalb für sich Ruhe an der AIDS Front. Aber Madlala Routledge wollte aus guten Gründen angesichts der AIDS Katastrophe keine Ruhe geben, so forderte sie auch mehr öffentliches Engagement der Regierung z.B. das öffentliche Testen von Regierungsmitgliedern, sie ging mit gutem Beispiel voran, um der Krankheit das Stigma zu nehmen und die Botschaft „Know your Status“ zu verbreiten.
Und Madlala Routledge ging „vor Ort“, wenn inakzeptable Zustände in Krankenhäusern ihr bekannt wurden, wie zuletzt im Frere Krankenhaus in der Eastern Cape Provinz, wo Säuglinge mangels adäquater Behandlung in hoher Zahl sterben. Sie nannte das Krankenhaus eine nationale Katastrophe.
Manto Tshabalala die Gesundheitsministerin schickte sofort ein inkompetentes Jubelteam dorthin, das sogleich verkündete: „Alles gar nicht so schlimm“. Für Mbeki, der sich mit einem Küchenkabinett von Ja-Sagern umgibt, war jetzt das Mass voll.
Keine Änderung der AIDS-Politik
Das Feuern der stellvertretenden Ministerin stellt daher, anders als gemeldet, keine grundsätzliche Änderung in der AIDS Politik dar, sie ist eher ein Ausdruck von Mbekis Unfähigkeit. Er ist, wie wir ihn bereits in mehreren Artikel beschrieben haben: Stark in Intrigen, schwach im Regieren“.
Seine Entscheidung wurde in der südafrikanischen Presse scharf kritisiert. Frau Madlala-Routledge wurde am 9.8. hingegen bei ihrer Rückkehr nach Kapstadt am Flughafen von vielen Menschen begeistert begrüsst - Heroe’s Welcome.









sfux - 12. Aug, 11:45 Article 2653x read