Der Angriffskrieg der USA und Israels gegen den Iran und im Libanon Tag 19

Dr Alexander von Paleske 18.3.2026
Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg der USA und Israels gegen den Iran ist nun fast drei Wochen alt. Bereits jetzt lässt sich feststellen, dass die USA die Kriegsziele, soweit sie sich aus dem Wust von teils sich widersprechenden Erklärungen und Selbstbeweihräucherungen des US Präsidenten herausschälen lassen, nicht erreicht wurden, nämlich:

- Eine maximale Schwächung, und folgend Verhandlungsbereitschaft durch Tötung des Ayatollah Khamenei und möglichst vieler Mitglieder seines Führungszirkels,

- die Zerstörung der Waffenvorräte und der gesamten Waffenproduktion des Iran, insbesondere die der Raketen und Drohnen,

- das Atomprogramm mit seinen Entwicklungszentren samt der Urananreicherung zu vernichten,

- all das Innerhalb eines kurzen Krieges ausschliesslich durch Luftschläge, und nicht durch den Einsatz von Bodentruppen

- alsdann einen Unterwerfungsfrieden mit dem Iran zu vereinbaren. Am besten - aber nicht notwendigerweise - noch begleitet durch einen Volksaufstand, zu dem mehrfach - bisher vergeblich - aufgerufen wurde - keine Überraschung angesichts der pausenlosen Luftangriffe vor denen die Bevölkerung versucht, sich in Sicherheit zu bringen.

- Auf gar keinen Fall war ein längerer Abnutzungskrieg mit erheblichen wirtschaftlichen Folgen für die USA und die Weltwirtschaft geplant, oder von Trump einkalkuliert, vielmehr sollte der Angriff kurz und heftig sein, nach dem Vorbild des Angriffs in Venezuela mit Kidnappen des venezolanischen Staatspräsidenten Maduro.


Kriegziele der USA verfehlt
Nach fast drei Wochen Krieg: sieht es so aus:

- Sitzen die Nachfolger der getöteten iranischen Anführer offenbar fest im Sattel,

- feuert der Iran weiter Raketen und Drohnen auf Israel und die Golfstaaten (Saudi Arabien, Katar, UAE, Irak), und ein Ende des Mullah-Regimes ist (noch) nicht in Sicht, ein Volksaufstand zur Zeit eher unwahrscheinlich.

- hat der Iran - kaum überraschend - die Strasse von Hormuz, den Ausgang des Persischen Golfs, durch die 20% der weltweiten Ölexporte laufen, gesperrt,

- ist als Folge der Rohölpreis um 30% in die Höhe geschossen, und das muss nicht das Ende sein.

- wird die Inflation durch den steigenden Rohölpreis angeheizt, und zwar weltweit - auch in den USA - damit wächst die Gefahr einer weltweiten Wirtschaftskrise.

Kriegsziele Israels „auf gutem Weg“

Ganz anders sieht es für Israel aus: Dessen Ziele sind neben der Zerstörung des Waffenarsenals des Iran und dessen Atomprogramms:

- Maximale Schwächung des Irans auch durch maximale Zerstörung auch der Infrastruktur des Iran, daher grosses Interesse an einer Verlängerung des Krieges.

- Beseitigung der Gefahr durch die schiitische Hisbollah im Libanon. Diese hatte die Raketenangriffe auf Israel nach dem Beginn des Krieges gegen den Iran gestartet.

- Maximale Zerstörung der Wohngebiete der Schiiten in der libanesischen Hauptstadt Beirut und der Bekaa-Ebene.

- Endgültige Besetzung des und Vertreibung der vorwiegend schiitischen Bevölkerung aus dem Südlibanon bis zum Litani Fluss, mit Schaffung einer Free Fire-Puffer-Zone für Israel.

- Vorübergehende Besetzung eines Gebietes auch nördlich des Litani Flusses, mit Zerstörung der Basen der Hisbollah, aber auch der Infrastruktur.

Israels Ziele im im Iran, Libanon, Gaza und Westbank
Das Leid, erzeugt durch diesen Krieg Israels gegen den Libanon, einem weitgehend wehrlosen Staat, ist unbeschreiblich. Mehr als 700.000 Menschen haben ihre Unterkunft verloren, campieren auf den Strassen Beiruts ohne ausreichende Versorgung mit Wasser und Nahrung.Mehrere Hundert Menschen, darunter Frauen und Kinder, wurden getötet.

Israels Ziel im Libanon ist offenbar nicht nur die Bekämpfung der Hisbollah, sondern auch die Vertreibung der Schiiten aus dem Libanon durch Abdrängung nach Syrien.
Ausserdem dürfte es eine Flüchtlingswelle in Richtung Europa und vor allem Deutschland geben.

Gleichzeitig - im Schatten des Krieges - verfolgt Israel weiter seine Politik der Totalvertreibung der Palästinenser aus dem Gazastreifen, wo Israel weiter aus der Luft und mit Artillerie die in Zelten zusammengepferchte Bevölkerung in Flüchtlingslagern angreift, und im Westjordanland, wo der Terror der jüdischen Siedler gegen die Palästinenser, unter Duldung der Israelischen Armee, weitergeht.

Für Israel, an der maximalen Schwächung des Iran interessiert, mit maximaler Zerstörung gerade auch der Infrastruktur aber auch von Wohnhäusern, sowie an der Totalvertreibung der Palästinenser aus Gaza und Westbank, und Vertreibung der schiitischen Bevólkerung aus dem Libanon, könnte es gar nicht besser laufen, und deshalb muss für Israel der Krieg noch eine ganze Weile so weitergehen.

Bundeskanzler Merz hat vollkommen recht, dass er einen Kriegseintritt Deutschlands strikt ablehnt - bisher jedenfalls -, wohl wissend, dass der US-Präsident sich dafür rächen wird, was dieser bereits angekündigt hat.
onlinedienst - 18. Mär, 16:55 Article 96x read
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