Eine Zeitenwende in Deutschland

Dr. Alexander von Paleske --- 14.6.2026
Der damalige Bundeskanzer Scholz rief am 27. Februar 2022 eine Zeitenwende aus. Diese Zeitenwende bezog sich auf die Tatsache, dass nun Krieg in Europa stattfand, nachdem Russland die Ukraine überfallen hatte, und nun eine neue Aussen- und Verteidigungspolitik auf der Tagesordnung stand. Eine Aussenpolitik allerdings, die keinerlei Versuche unternahm, diesen Krieg Russlands auf diplomatischem Weg so schnell wie möglich zu beenden.

Tatsächlich aber bahnte sich längst eine andere Zeitenwende an, keine plötzliche, wie der Krieg Russlands gegen die Ukraine, sondern eine, die lange vorhersehbar war, aber ignoriert wurde mit der Hoffnung, die Probleme lassen sich einfach in eine ferne Zukunft verschieben.

Realität greift Platz
Nun aber hat die Realität mit voller Wucht die Probleme auf einmal von der Wunsch-Zukunft in die Gegenwart zurückgeholt, nicht eigentlich zurückgeholt, sondern so sichtbar gemacht, sodass sie nicht mehr ignoriert werden können: Deutschland kann den bisherigen Wohlstand so nicht mehr finanzieren.

Zum Wohlstand eines rohstoffarmen Landes wie Deutschland gehört als erstes die Warenproduktion und der Export. Das ist vom bisherigen Umfang her jedoch Vergangenheit: So wie es war, wird es voraussichtlich nicht mehr sein, und wird wohl auch nicht mehr wiederkommen.
Dem Warenexport stehen plötzlich Zollschranken in den USA gegenüber, vor allem aber die gewaltige Konkurrenz aus China, und, in Zukunft, in begrenztem Ausmass, auch aus Indien.

Die USA versuchen über Zollschranken ihre Wirtschaft zu schützen, und im Kampf um die Weltspitze den Konkurrenten China abzuschütteln.
China, einst Grossimporteur deutscher Produkte ist nun Grossexporteuer in alle Welt geworden, insbesondere aber nach Europa.
Vorbei die Zeiten, in denen der VW-Konzern ein Drittel des Gewinns aus China holte, dort, , wo seinerzeit ein deutscher PKW namens VW-Santana den chinesischen Automobil-Markt dominierte.

Aufgeholt und auf der Überholspu
r
China hat längst aufgeholt - in fast allen Bereichen - natürlich auch in der PKW-Herstellung, befindet sich in der Überholspur, und kann dazu noch billiger produzieren, dank niedrigerer Herstellungskosten (Energie und Löhne). Hinzu kommt staatlich subventioniertes Dumping, um die Überproduktion vor allem in europäische Märkte zu pressen, nachdem die Zollpolitik Trumps den Export in die USA erschwerte.

Dynamik überraschend
Diese Entwicklung war zwar absehbar, in ihrer Dynamik gleichwohl überraschend, und, wie es aussieht, kaum umkehrbar.

Pleiten über Pleiten
Täglich kommen jetzt Meldungen über den Ticker, dass selbst Traditionsbetriebe in Deutschland die Pforten schliessen, sprich Insolvenz anmelden müssen. Im ersten Quartal 2026 waren es 6275 Unternehmensinsolvenzen, ein Plus von 6,5% gegenüber dem Vorjahr. Teils weil der Binnenmarkt wegbricht, vor allem aber weil der Export einbricht..Hinzu kommen Produktionsverschiebungen vom Verbrenner zum Elektroantrieb. Damit verlieren Zulieferer ihre Abnehmer.
Andere Betriebe verlagern die Produktion in Länder wie Polen, wo die Produktionskosten deutlich niedriger sind und damit die Konkurrenzfähigkeit sowohl auf dem EU-Markt aber auch darüber hinaus verbessert wird.

Parallel dazu ein Anstieg der Verbraucherinsolvenzen, allein im Monat März 2026 , auf 7462: 18,9% mehr als im gleichen Monat des Vorjahres,

Ende einer Epoche
Das ist eine Zeitenwende, in der Tat, welche die nahezu ungebremste Wohlstandsepoche nach dem 2, Weltkrieg zu einem Ende bringt.
So gehen jetzt pro Jahr Jahr bisher mehr als 100.000 Industriearbeitsplätze verloren - endgültig verloren. Die Folgen: Zunehmende Arbeitslosigkeit und sinkende Steuereinnahmen.
Verschärft wird die Arbeitslosigkeit noch durch den Siegeszug der künstlichen Intelligenz (KI), die insbesondere Berufseinsteigern den Zugang zum Arbeitsmarkt erschweren dürfte.

Gleichzeitig steigen die Sozialabgaben, also z.B. das, was der Staat in die Rentenkasse bereits jetzt pumpen muss, weil die Einkünfte aus der Rentenversicherung dafür längst nicht mehr ausreichen. Hervorgerufen insbesondere dadurch, dass mehr Rentenempfänger immer weniger Beitragszahlern gegenüberstehen. Auch das wird sich weiter verschärfen.
Trotzdem sind die Renten im unteren Bereich bereits jetzt unzureichend, und machen so diese Rentenempfänger zu Bittstellern für die Grundsicherung. Eine Demütigung nach jahrzehntelanger Schufterei.

Parallel dazu steigen die Kosten für die Gesundheitsversorgung und die Pflege.Bei der Pflege macht sich mit der Zunahme der Pflegebedürftigen erneut die Altersverschiebung bemerkbar: Der Zunahme der Pflegegeldempfänger steht eine Abnahme der Beitragszahler gegenüber.
Hinzu kommen deutlich höhere Kosten für die Versorgung in Pflegeheimen, welche durch die Zahlungen der Pflegeversicherung immer weniger ausgeglichen werden.

In der Krankenversicherung die Zunahme der Behandlungsbedürftigen, bedingt durch die erhöhte Morbidität im Alter. Das alles verschärft durch die erhebliche Zunahme der Behandlungskosten. So kostet eine Krebstherapie heute oft genug 100.000 Euro und mehr pro Patient, , bedingt durch den Einsatz neuer und teurer Medikamente, verglichen mit mehreren Tausend Euro vor 30 Jahren.
Auch in der Kardiologie gehören Herzkatheteruntersuchungen , Einlage von Stents und Herztransplantationen mittlerweile zum Standard, wo in den 80er Jahren lediglich Massnahmen der Hemmung der Blutgerinnung und Überwachung auf der Intensivstation zum Einsatz kamen.

Handeln viel zu spät
Aber erst jetzt, wo das Geld durch massive Ausgaben für die Aufrüstung, und für die Reparatur der über Jahrzehnte vernachlässigten und nun maroden Infrastruktur bereitgestellt werden muss, und immer höhere Summen auf dem Kapitalmarkt beschafft werden müssen, versucht der Staat zu handeln, und zwar so, wie er es am besten und einfachsten kann: Mit der Rasenmäher-Methode:.Allen Service-Providern im Sozialbereich und den Empfängern etwas wegnehmen, statt notwendiger Strukturreformen, was dazu führen muss:

1. Massive und ungeregelte Reduktion der Zahl der Krankenhäuser. Pessimistische Schätzungen gehen davon aus,dass, als Folge des Sparpaketes, das dem Bundestag zur Verabschiedung vorliegt, jedes zweite Krankenhaus geschlossen werden muss,

2. und das angesichts höherer Krankheitsfälle durch Zunahme der Lebenserwartung der Bevölkerung

3. Erhöhte Beteiligung der Versicherten an Kosten für Medikamente.

4. Streichung von Vergütungen für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte.

5. Beteiligung der Angehörigen an Kosten für die Pflege, und Kürzungen für pflegende Angehörige bei den Rentenpunkten..


Falsche Botschaft

Gleichzeitig wird die falsche Botschaft verbreitet, dass es bald mit der Wirtschaft durch diese Massnahmen wieder aufwärts gehe, und dadurch der Wohlstand so gesichert werden könne.

Nichts könnte weiter von der Realität entfernt sein: Die Industrie wird angesichts des gnadenlosen Konkurrenzkampfes und vergleichsweise hoher Herstellungskosten, Märkte verlieren und daher weiter schrumpfen mit höheren Arbeitslosenzahlen. Bei neuen Techniken im Digitalbereich wie Künstliche Intelligenz (KI), nicht zu vergessen die Plattformen, ist Deutschland und Europa abgehängt, und besetzt bestenfalls Nischenplätze.

Auch im Pharmabereich sieht es nicht gerade rosig aus: Deutschland war einst die "Apotheke der Welt": Alle Geschichte. Die Firma Hoechst, einst auch eines der führenden Pharmaunternehmen in Deutschland: Runter gewirtschaftet, zerschlagen und dann geschluckt von einem Französischen Pharmariesen, die Behringwerke gleich mit.
Darüber kann auch nicht der Erfolg der Firma Biontech hinwegtäuschen, denn, wie es aussieht, hat sie mit dem Corona-Impfstoff vermutlich das Bergfest gefeiert, zumal sich die Gründer bereits zurückgezogen haben.

Konrad Adenauer, der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik , sagte einst: Die Lage war noch nie so ernst wie heute, aber das war sie damals nicht, das diente nur der Stimmungsmache vor Wahlen., Aber heute ist die „Situation da“, wie er auch zu sagen pflegte.
In dieser Lage darf ein Bundeskanzler nicht den Grüss-August spielen, sondern muss das tun, was Willy Brandt einst gefordert hatte: "Der Bundeskanzler hat dem Deutschen Volk die Wahrheit zu sagen"

Bittere Wahrheit
Diese Wahrheit ist bitter, weil sie ein Abschied von dem ist, was unseren bisherigen Wohlstand ausgemacht hat. Zusätzlich muss dem Klimawandel noch Rechnung getragen, und alles unternommen werden, die Treibhausgase zu senken.
Diese Wahrheit muss gesagt werden, ohne falsch verstandene Rücksicht auf Wählerstimmen, denn viele Wähler merken es bereits jetzt, und ohnehin schliesslich alle doch.
Die ansonsten folgende Wut darüber, hinters Licht geführt worden zu sein, wird Demokraten aus den Ämtern hinaus und Rechtsaussen und Populisten hinein befördern. Die wollen nicht nur regieren, nein, sie wollen den Staat antidemokratisch und wissenschaftsfeindlich umgestalten, ideologisch ins vorige Jahrhundert zurück befördern, dazu Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz, falsch verstandene Heimatliebe garniert mit Rechtsrock.

Diese Entwicklung lässt sich nicht mit Beschwichtigungen aufhalten, sondern am Anfang muss eine Ansage stehen, welche schonungslos die Lage beschreibt, und von allen Staatsbürgern Verzichte verlangt, verlangen muss. Vor allem muss angesichts dieser Lage Gerechtigkeit geschaffen werden: Die Reichen müssen ebenfalls zur Kasse gebeten werden. Damit wird kein wirtschaftlicher Aufstieg ermöglicht, auch nicht verunmöglicht, aber die Gewissheit geschaffen, dass es gerecht zugeht.

Dann - und nur dann - wird sich zeigen, dass, trotz unvermeidlich sinkendem Wohlstand alle Rezepte der Rechten nichts sind, als heisse Luft auf dem Weg in die Autokratie - mit allen ihren Folgen..
onlinedienst - 14. Jun, 15:19 Article 549x read
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Snau - 15. Jun, 01:05

Mit Zeitenwende meint man nur, dass alle Werte und Regeln über Bord geworfen werden müssen.
Bundesland Brandenburg kann den Mindeststandart im Bildungsbetrieb nicht mehr aufrechterhalten. https://www.maz-online.de/brandenburg/zu-wenig-lehrer-eingestellt-brandenburg-kann-unterricht-nicht-mehr-garantieren-B7NO6KVU75A3NH2DEMNE4WHQFI.html

Panzerfahren ab 14 Jahren statt frustrierenden Unterrichtsausfall habe ich dem Innen-, Bildungs- und Verteidigungsministerium vorgeschlagen. Bei der aktuellen Regierungsmannschaft scheint es auf Resonanz gestissen zu sein.

Aber Deutschland ist im grundegenommen nicht mehr zu retten. Keine Ressourcen, keine Bildung, BILD als erfolgreichste Tageszeitung und überall neue Crackszenen im Land. Das sieht übel aus, Herr Doktor. Das hat keine Zukunft.

Wir suchen jetzt gezielt Behördenmitarbeiter die sich nicht mehr mit diesem Deutschland identifizieren können.

Snau - 18. Jun, 08:39

Deutschland will den Krieg

Deutschlands Ansehen leidet gerade wie zu Adolf Hitlers Zeiten.
Dem Verfassungsschutz werden wir eine Heil-Stepan-Bandera-Nationalheld-Heil-Hitler-Gedenkstatue ins Gebäude stellen.
Gesponsert aus Südafrika. Ganz offiziell.

Deutschland will eine kriegerische Eskalation in Europa.
Deutschland hat nicht mehr alle Tassen im Schrank.
Deutschland hat am Ende versagt.

Empfehlung: Trafficking.ch / Menschenhandel in der Schweiz

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