Trump, Venezuela, die US-Ölkonzerne, und ein Unterwerfungsvertrag
Dr. Alexander von Paleske --- 29.8.2026 --
Heute wurde bekannt, dass die US-Regierung einen Vertrag mit Venezuela geschlossen hat, wonach sich die USA 25% der Ölreserven des Landes sichern.Venezuela hat die weltweit grössten Erdölvorkommen.
Ein Unterwerfungsvertrag, ein Diktat
Durch eine Partnerschaft mit Privatunternehmen verschaffen sich die USA per Diktat die Mehrheitskontrolle über 65 Milliarden Barrel aus den venezolanischen Erdölvorkommen, einem Fünftel der venezolanischen Ölreserven. Dadurch würden sich die Ölreserven der USA mehr als verdoppeln.
Den US-Steuerzahlern solle das nichts kosten, wie US Präsident Donald Trump freudig mitzuteilen wusste. In der Tat: die Zeche zahlt Venezuela.
Das Land verfügt zwar mit mehr als 303 Milliarden Barrel über die größten Ölreserven der Welt, fördert aber wegen fehlender Investitionen und Sanktionen nur 1,25 Millionen Barrel pro Tag.
Die US-Unternehmen, also Ölkonzerne wie Halliburton , Exxon und andere, sollen jetzt 100 Milliarden Dollar in Venezuela investieren. Es kann erwartet werden, dass diese Investitionen gegengerechnet werden mit abzuführenden Steuern an Venezuela, sodass unter dem Strich für die Bevölkerung Venezuelas nichts davon übrig bleibt, abgesehen von der Schaffung einiger Arbeitsplätze.
Letzte Zweifel beseitigt
Damit ist auch der letzte Zweifel beseitigt, dass es dem US-Präsidenten mit der völkerrechtswidrigen Kommandoaktion zur Verhaftung des venezolanischen Präsidenten um nichts anderes ging, als um den Zugriff auf das venezolanische Ól, nicht aber um die Herstellung demokratischer Zustände in dem lateinamerikanischen Land, wie auch hier bereits im Januar berichtet.
Die Gefolgsleute Maduros hatten rasch signalisiert, dass sie, um an der Macht zu bleiben, zum Ausverkauf der nationalen Interessen Venezuelas bereit seien. Besser konnte es für Trump gar nicht laufen, denn so ersparte er sich einen - in den USA, und insbesondere in seiner MAGA-Bewegung äusserst unpopulären - Einsatz von US Bodentruppen.
Öl-Bosse im Weissen Haus
Knapp eine Woche nach dem Überfall der USA traf sich US-Präsident Trump am 9.1. 2026 mit den Bossen der US-Ölindustrie, allen voran die Chefs von Exxon, Halliburton und Conoco, um die "Beute aufzuteilen". Aber die US-Konzerne zögerten, schon einmal waren sie dort enteignet worden.
Trump und sein Ausweg
Trump wäre nicht Trump, wenn er nicht auch hier einen Ausweg gefunden hätte: den direkten Zugriff der USA selbst auf die Ölfelder. Damit wäre jede Enteignung ein Angriff auf US-Staatseigentum und könnte mit einer Militärintervention beantwortet werden. Somit wären die Investitionen der Ölkonzerne sicher vor Enteignungen in der Zukunft. Es kann also losgehen.
Ausstieg aus OPEC
Klar, dass Venezuela damit auch de facto aus dem OPEC-Kartell ausscheidet, das die Förderquoten ihrer Mitglieder festlegt, um so den Ölpreis auf diese Weise stabil zu halten. Die Fördermenge Venezuelas wird in Zukunft ohne Quoten auf maximalen Output getrimmt, der Ölmarkt soll mit venezolanischem Öl überschwemmt, und so der Ölpreis und damit der Benzinpreis massiv gesenkt werden.
Die ökologischen Auswirkungen billigen Öls dürften den Klimawandel stark beschleunigen.
An der Bevölkerung vorbei
Bereits jetzt müssen Käufer venezolanischen Öls den Kaufpreis an die USA entrichten,US-Aussenminister Marco Rubio, entschied dann, was davon dem venezolanischen Staatshaushalt zufliesst.
In Zukunft fliessen die Einnahmen aus venezolanischem Öl direkt in die Taschen der US-Ölkonzerne.
Da bisher schon die Einnahmen aus den Ölexporten nicht der Bevölkerung Venezuelas zugute kamen, wird sich daran auch in Zukunft also wenig ändern - trotz sprudelnder Ölquellen - und das angesichts grenzenloser Armut, eines kollabierten Gesundheitswesens, nun noch verschärft durch ein schweres Erdbeben im Juni diesen Jahres.
Es soll schnell gehen
Zum einen sind die strategischen Ölreserven der USA derzeit auf ihrem niedrigsten Stand seit November 1982. Zum anderen möchte Trump den Ölpreis möglichst noch vor den Midterm-Wahlen in den USA drücken, zumal es mit dem Iran bisher keine Verhandlungslösung gab, und damit die Strasse von Hormuz weiter gesperrt, somit die Öl- und Gastransporte aus den Anliegerstaaten des Persischen Golfs weiter unterbrochen sind, auch wenn Trump wahrheitswidrig behauptet, täglich würden wieder Dutzende von Schiffen die Meerenge passieren..Also drängt die Zeit.
Trump eröffnet mit dem Venezuela-Diktat ein neues Kapitel des US-Imperialismus und Neokolonialismus.
Heute wurde bekannt, dass die US-Regierung einen Vertrag mit Venezuela geschlossen hat, wonach sich die USA 25% der Ölreserven des Landes sichern.Venezuela hat die weltweit grössten Erdölvorkommen.
Ein Unterwerfungsvertrag, ein Diktat
Durch eine Partnerschaft mit Privatunternehmen verschaffen sich die USA per Diktat die Mehrheitskontrolle über 65 Milliarden Barrel aus den venezolanischen Erdölvorkommen, einem Fünftel der venezolanischen Ölreserven. Dadurch würden sich die Ölreserven der USA mehr als verdoppeln.
Den US-Steuerzahlern solle das nichts kosten, wie US Präsident Donald Trump freudig mitzuteilen wusste. In der Tat: die Zeche zahlt Venezuela.
Das Land verfügt zwar mit mehr als 303 Milliarden Barrel über die größten Ölreserven der Welt, fördert aber wegen fehlender Investitionen und Sanktionen nur 1,25 Millionen Barrel pro Tag.
Die US-Unternehmen, also Ölkonzerne wie Halliburton , Exxon und andere, sollen jetzt 100 Milliarden Dollar in Venezuela investieren. Es kann erwartet werden, dass diese Investitionen gegengerechnet werden mit abzuführenden Steuern an Venezuela, sodass unter dem Strich für die Bevölkerung Venezuelas nichts davon übrig bleibt, abgesehen von der Schaffung einiger Arbeitsplätze.
Letzte Zweifel beseitigt
Damit ist auch der letzte Zweifel beseitigt, dass es dem US-Präsidenten mit der völkerrechtswidrigen Kommandoaktion zur Verhaftung des venezolanischen Präsidenten um nichts anderes ging, als um den Zugriff auf das venezolanische Ól, nicht aber um die Herstellung demokratischer Zustände in dem lateinamerikanischen Land, wie auch hier bereits im Januar berichtet.
Die Gefolgsleute Maduros hatten rasch signalisiert, dass sie, um an der Macht zu bleiben, zum Ausverkauf der nationalen Interessen Venezuelas bereit seien. Besser konnte es für Trump gar nicht laufen, denn so ersparte er sich einen - in den USA, und insbesondere in seiner MAGA-Bewegung äusserst unpopulären - Einsatz von US Bodentruppen.
Öl-Bosse im Weissen Haus
Knapp eine Woche nach dem Überfall der USA traf sich US-Präsident Trump am 9.1. 2026 mit den Bossen der US-Ölindustrie, allen voran die Chefs von Exxon, Halliburton und Conoco, um die "Beute aufzuteilen". Aber die US-Konzerne zögerten, schon einmal waren sie dort enteignet worden.
Trump und sein Ausweg
Trump wäre nicht Trump, wenn er nicht auch hier einen Ausweg gefunden hätte: den direkten Zugriff der USA selbst auf die Ölfelder. Damit wäre jede Enteignung ein Angriff auf US-Staatseigentum und könnte mit einer Militärintervention beantwortet werden. Somit wären die Investitionen der Ölkonzerne sicher vor Enteignungen in der Zukunft. Es kann also losgehen.
Ausstieg aus OPEC
Klar, dass Venezuela damit auch de facto aus dem OPEC-Kartell ausscheidet, das die Förderquoten ihrer Mitglieder festlegt, um so den Ölpreis auf diese Weise stabil zu halten. Die Fördermenge Venezuelas wird in Zukunft ohne Quoten auf maximalen Output getrimmt, der Ölmarkt soll mit venezolanischem Öl überschwemmt, und so der Ölpreis und damit der Benzinpreis massiv gesenkt werden.
Die ökologischen Auswirkungen billigen Öls dürften den Klimawandel stark beschleunigen.
An der Bevölkerung vorbei
Bereits jetzt müssen Käufer venezolanischen Öls den Kaufpreis an die USA entrichten,US-Aussenminister Marco Rubio, entschied dann, was davon dem venezolanischen Staatshaushalt zufliesst.
In Zukunft fliessen die Einnahmen aus venezolanischem Öl direkt in die Taschen der US-Ölkonzerne.
Da bisher schon die Einnahmen aus den Ölexporten nicht der Bevölkerung Venezuelas zugute kamen, wird sich daran auch in Zukunft also wenig ändern - trotz sprudelnder Ölquellen - und das angesichts grenzenloser Armut, eines kollabierten Gesundheitswesens, nun noch verschärft durch ein schweres Erdbeben im Juni diesen Jahres.
Es soll schnell gehen
Zum einen sind die strategischen Ölreserven der USA derzeit auf ihrem niedrigsten Stand seit November 1982. Zum anderen möchte Trump den Ölpreis möglichst noch vor den Midterm-Wahlen in den USA drücken, zumal es mit dem Iran bisher keine Verhandlungslösung gab, und damit die Strasse von Hormuz weiter gesperrt, somit die Öl- und Gastransporte aus den Anliegerstaaten des Persischen Golfs weiter unterbrochen sind, auch wenn Trump wahrheitswidrig behauptet, täglich würden wieder Dutzende von Schiffen die Meerenge passieren..Also drängt die Zeit.
Trump eröffnet mit dem Venezuela-Diktat ein neues Kapitel des US-Imperialismus und Neokolonialismus.
onlinedienst - 29. Aug, 19:19 Article 512x read






















Im Februar 2019 bin ich auf eine sehr interessante und sauber gezeichnete Ilustration gestossen:
https://eltecolote.org/content/en/u-s-seeks-to-exploit-humanitarian-crisis-in-venezuela-for-its-own-economic-gain/
So wie Trump in der zweiten Amtszeit vorgegangen ist, hätte er auch in der ersten Amtszeit vorgehen können.
Wann wird Donald John Trump verhaftet? Das will ich wissen. Wer kann mir das beantworten?