Gier frisst Gehirn - Ein Ex-BND-Chef, zwei mutmassliche Spione

Dr. Alexander von Paleske ---- 10.10.2026 ---

Vor drei Jahren wurde hier ein Artikel veröffentlicht mit dem Titel:
Skandale, Aufklärungsversagen und Spione im eigenen Haus: Der Bundesnachrichtendienst
Darin wurden die vielfältigen Skandale des BND dargestellt.

Vor zwei Monaten dann ein weiterer Artikel:
Der Bundesnachrichtendienst (BND) soll aufgerüstet werden - auf dem richtigen Weg?
Angesichts der - soweit bekannten - Spionagefälle im eigenen Haus, stellte sich naturgemäss die Frage, warum sollte der BND noch mehr Befugnisse bekommen, wenn er nicht einmal sein eigenes Haus in Ordnung bringen kann?
Und es stellte sich die Frage: Wann gibt es den náchsten Spionagefall und /oder Skandal im eigenen Haus?

Schnell beantwortet

Diese Frage wurde, weit schneller als geahnt, schon im Laufe dieser Woche beantwortet: ein BND- Mitarbeiter, der Zugang zu Geheimdokumenten hatte, leitete diese offenbar an seinen ehemaligen BND- Chef August Hanning weiter, und der hatte offenbar sehr lukrative Verwendung dafür, denn Wissen ist nicht nur Macht, sondern lässt vielfach auch die Ladenkasse klingeln, wobei am meisten natürlich von denjenigen gezahlt wird wird, die an dringendsten auf diese Infos angewiesen sind.

Keine Überraschung
Und so ist es keine Úberraschung, dass die Infos angeblich an den ölreichen Staat Aserbaidschan gegangen sind, möglicherweise auch an China.
Ganz besonders wichtig natürlich, dass diese geleakten Infos nicht nur unzusammenhängend weitergereicht wurden, sondern Hanning offenbar auch Lagebilder erstellte, also noch einen intellektuellen Beitrag dazu leistete, gestützt auf seine Berufs- und Lebenserfahrung, und so seinen Abnehmern das Studium der vielen Geheimdienstsplitter ersparte: wie angenehm.

Ein Schnarchverein und Kommissar Zufall
Das ganze lief, soweit man jetzt weiss, über viele Jahre, und der „Schnarchverein“ BND hat auch das wieder mal verschlafen, denn herausgekommen ist es schliesslich durch den „Kriminalkommissar Zufall", ünd nicht durch eigene Aufklärung.
Die Polizei durchsuchte das Anwesen des Dr. Hanning im Zusammenhang mit einer ganz anderen Geschichte: Hanning wird verdächtigt in den Entführungsfall der Kinder der Block-Familie involviert zu sein. Ein Fall, der in der High Society Hamburgs spielt, in der Umgebung von Steak-Häusern und einem Nobelhotel. Auch ein ehemaliger Sportreporter namens Delling taucht darin auf, und selbst Blätter wie die Wochenzeitung „Die Zeit“, vor allem aber die Sensationspresse (Bild-Zeitung etc) ist seit Monaten mit diesem Fall beschäftigt.
Bei der Durchsuchung des Anwesens des Juristen Herrn Dr. iur August Hanning fanden die Beamten offenbar Unterlagen aus angeblich rechtswidrigen Tätigkeiten des Pensionärs, Unglaublich.

Hans Dampf und Geld stinkt nicht

Offenbar hatte sich Hanning, insbesondere nach seiner Pensionierung, zu einem „Hans Dampf in allen Gassen“ weiterentwickelt, jedenfalls tauchte er angeblich überall dort auf, wo es mit seinem Wissen etwas zu verdienen gab, wo es also nach Geld roch, getreu dem Motto, das schon die Römer kannten:
Pecunia non olet - Geld stinkt nicht
Die Römer bezogen das allerdings auf das Geld für die Toilettenbenutzung, aber derartige Pfennigbeträge erregten wohl kaum das Interesse des Herrn Dr. iur. Hanning, der offenbar nach dem Prinzip handelte: Von viel Geld kann man nie genug haben.

Dass sein Patriotismus, den er während seiner Amtszeit so hochgehalten hatte, dabei Schaden nehmen musste, hat ihn offenbar genau so wenig interessiert, wie die Probleme mit dem Unzug seiner Behörde von Pullach, südlich von München, in die Regierungsnähe in Berlin.
Dieser Umzug, der die Effektivität der Behörde in keiner Weise verbesserte, genau so wenig wie dessen Kontrolle durch die Parlamentarier, hat den Steuerzahler nicht nur viele Millionen Euro gekostet, der Hauptstadt ein weiteres hässliches Gebäude beschert, sondern auch die Mitarbeiter gefrustet, die nach Berlin umziehen und damit in vielen Fällen einen zweiten Wohnsitz haben und bezahlen mussten, zudem noch im notorisch wohnungsknappen und teuren Berlin. Ein Demotivationsprogramm eigener Art, forciert auch durch Hanning, der so in der Berliner Blase weiter Netze knüpfen konnte die man nicht nur zur Karriere, sondern auch lukrativ danach nutzen kann.

Fazit:
Für manche Beamte und Politiker eröffnen sich eben auch im Pensionsalter ganz neue lukrative Betätigungsfelder. Während in früheren Zeiten eher einem Hobby gefrönt wurde, wie Rosen züchten und Memoiren schreiben (Konrad Adenauer), Vögel beobachten, Schmetterlinge fotografieren, heisst es jetzt: richtig Kohle machen: siehe Josef Martin (Joschka) Fischer (Consulting-Firma} , Gerhard Schröder (Gas-Gerd) als Manager für Gasprom u.s.w..
Allerdings ist Vorsicht geboten, es schon während der aktiven Zeit zu tun: siehe Strandkorb - Amthor, der bei zwei Firmen anheuerte, bis es aufflog (siehe hier).
onlinedienst - 10. Okt, 13:51 Article 60x read
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