Freitag, 29. Juni 2007

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Kroat-Rocker Marko Perkovic und die Hypo-Alpe-Adria Bank

Dr. Alexander von Paleske - Heute Morgen erschien eine kleine Meldung in dem Weblog “Die Jüdische”, der in Österreich beheimatet ist. Danach soll die Skandalbank Hypo-Alpe das Sponsorship für den kroatischen Rocksänger Marko Perkovic alias Thompson eingestellt haben. Das wäre normalerweise keine Zeile wert, aber Marko Perkovic ist nicht irgendwer, sondern der zurzeit wohl populärste Rocksänger Kroatiens. Er hat eine Welttournee hinter sich gebracht, die in der Hafenstadt Split im Jahre 2002 mit 40.000 Menschen begann und im Jahre 2005 in Melbourne Australien zu Ende ging.

Auch in Deutschland trat er auf, im April in Frankfurt vor 13.000 zahlenden Besuchern und im Juni in Zagreb/Kroatien vor 60.000. Die Musik soll von der legendären Pop-Gruppe Abba abgekupfert sein, behaupten einige, die Texte sind offenbar außerordentlich rechtslastig.

Eine Kostprobe:
“Jasenovac und Gradiska Stara, da sind die Schlächter von Maks zu Hause.“

Zur Erinnerung:
Jasenovac war ein KZ zur Zeit der faschistischen Ustascha-Herrschaft in Kroatien und Bosnien Hecegovina nach dem Einmarsch deutscher Truppen im Jahre 1941. Die Ustascha wurde von einem Zagreber Rechtsanwalt namens Ante Pavelic angeführt und war das Pendant zu Adolf Hitlers NSDAP. Wie in Nazi-Deutschland wurden von der Ustascha (übersetzt: Freiheitskämpfer) Rassengesetze nach deutschem Vorbild erlassen und Konzentrationslager eingerichtet. Das größte war Jasenovac, 100 km südlich von Zagreb gelegen. Dort wurden Juden, Roma und Serben sowie antifaschistische Widerstandskämpfer eingeliefert und auf brutalste Weise ermordet. Die Zahl der Getöteten schwankt. Es sollen etwa 290.000 Serben, 30.000 Juden und 30.0000 Roma gewesen sein. Kommandant des Lagers war der von Perkovic besungene Vjekoslav ‘Maks” Luburic (1914-1969)

Nun ist das Sponsorship der Skandalbank Hypo-Alpe für Faschistenfreunde nichts Neues. Schon der Vertreter des ehemaligen Mehrheitseigentümers der Hypo-"Skandalpe" des Landes Kärntens, der Landeshauptmann Jörg Haider war durch die Empfehlung der hitlerschen Arbeitsmarktpolitik aufgefallen.

Auch der von der Hypo-"Skandalpe" gesponserte kroatische Skiathlet Ivica Kostelic hatte durch Nazi-freundliche Äußerungen auf sich aufmerksam gemacht, wie schon unter „Journalismus – Nachrichten von Heute“ berichtet.

Nun also auch Marko Perkovic, alias Thompson. Allerdings kann sich die Bayerische Landesbank als neuer Mehrheitsaktionär, anders als der Rechtsaußen Jörg Haider, derartige Faschistenfreunde auf der Liste der Gesponserten nicht leisten. Nur so ist die Entscheidung der Hypo-"Skandalpe" zu verstehen.



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