Simbabwe: Mugabe feiert wieder mal Geburtstag
Dr. Alexander von Paleske -- Gestern wurde Simbabwes Herrscher, Robert Gabriel Mugabe, 86 Jahre alt, er würde eher sagen: nicht alt sondern jung.
Für Mugabe deshalb kein Grund, das Szepter aus der Hand zu geben. Im Gegenteil: Er macht weiter. Und das Höchstalter, um an ein internationales Gericht wegen Menschenrechtsverletzungen überwiesen zu werden, hat er auch schon überschritten, das liegt nämlich bei 85 Jahren.
Glück gehabt ist man versucht, ihm zuzurufen.Nein, würde er sagen, das hat nichts mit Glück zu tun, sondern mit Intelligenz.
Und davon besitzt Mugabe reichlich, jedenfalls mehr als fast alle seine Konkurrenten in der eigenen Partei , und die fast alle Mitglieder der einstigen Oppositionspartei MDC, Finanzminister Tendai Biti einmal ausgenommen.
Ehemalige Opposition darf lauschen
Die MDC darf zwar jetzt mit am Regierungstisch sitzen, aber zu sagen hat sie dort wenig.Devise Mugabes: Die MDC nimmt teil an der Unterhaltung durch Zuhören.
Das Politbüro von Mugabes ZANU-PF - Partei ähnelt mittlerweile, von der altersmässigen Zusammensetzung her, etwa dem des Sowjetherrschers Breschnew kurz vor dessen Tod.
Nächstes Wochenende soll in Bulawayo die Geburtstagsparty steigen, natürlich unter weitgehendem Ausschluss des gemeinen Volkes.
Geburtstagsfeiern Mugabes haben sich noch nie an der sozialen Lage des Volkes orientiert, eher schon standen sie dazu im umgekehrt proportionalen Verhältnis.
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Chinesen zeigen wie man's macht
Vergangenes Wochenende haben die Chinesen gezeigt, wie man den Geburtstag eines afrikanischen Herrschers so richtig feiert. Da wurde nach dem opulenten Essen nicht nur eine riesengrosse Geburtstagstorte aufgefahren, sondern die Botschaftsmitglieder sangen zusammen anschliessend die simbabwesche Nationalhymne, die einige Anklänge an das deutsche Lied „Wenn alle Brünnlein fliessen“ hat.
Ziemlich korrekt sogar sangen die Chinesen.Nicht etwa in Englisch, sondern in der Stammessprache Shona.
Das chinesische Engagement kann man verstehen, Simbabwe hat reichlichst Bodenschätze, vor allem Platin, Kupfer, Zinn, Kohle, Nickel und viel Gold, und nun wurden auch noch Diamanten gefunden. Nur die Bevölkerung spürt davon herzlich wenig.
Mugabe revanchierte sich, indem er in seiner Dankesrede das Treffen des US-Präsidenten Obama mit dem Dalai Lama kritisierte. So etwas freut die Abgesandten aus dem Reich der Mitte.
Im April steht der 30. Jahrestag der Unabhängigkeit Simbabwes an. Mit Wehmut erinnern sich viele an den Optimismus und die Aufbruchsstimmung, die damals herrschte. Davon ist praktisch nichts mehr übrig geblieben. Die politische Elite ist damit beschäftigt, sich die Taschen vollzustopfen. Das Volk ist damit beschäftigt, zu überleben. Irgendwie.
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Für Mugabe deshalb kein Grund, das Szepter aus der Hand zu geben. Im Gegenteil: Er macht weiter. Und das Höchstalter, um an ein internationales Gericht wegen Menschenrechtsverletzungen überwiesen zu werden, hat er auch schon überschritten, das liegt nämlich bei 85 Jahren.
Glück gehabt ist man versucht, ihm zuzurufen.Nein, würde er sagen, das hat nichts mit Glück zu tun, sondern mit Intelligenz.
Und davon besitzt Mugabe reichlich, jedenfalls mehr als fast alle seine Konkurrenten in der eigenen Partei , und die fast alle Mitglieder der einstigen Oppositionspartei MDC, Finanzminister Tendai Biti einmal ausgenommen.
Ehemalige Opposition darf lauschen
Die MDC darf zwar jetzt mit am Regierungstisch sitzen, aber zu sagen hat sie dort wenig.Devise Mugabes: Die MDC nimmt teil an der Unterhaltung durch Zuhören.
Das Politbüro von Mugabes ZANU-PF - Partei ähnelt mittlerweile, von der altersmässigen Zusammensetzung her, etwa dem des Sowjetherrschers Breschnew kurz vor dessen Tod.
Nächstes Wochenende soll in Bulawayo die Geburtstagsparty steigen, natürlich unter weitgehendem Ausschluss des gemeinen Volkes.
Geburtstagsfeiern Mugabes haben sich noch nie an der sozialen Lage des Volkes orientiert, eher schon standen sie dazu im umgekehrt proportionalen Verhältnis.
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Chinesen zeigen wie man's macht
Vergangenes Wochenende haben die Chinesen gezeigt, wie man den Geburtstag eines afrikanischen Herrschers so richtig feiert. Da wurde nach dem opulenten Essen nicht nur eine riesengrosse Geburtstagstorte aufgefahren, sondern die Botschaftsmitglieder sangen zusammen anschliessend die simbabwesche Nationalhymne, die einige Anklänge an das deutsche Lied „Wenn alle Brünnlein fliessen“ hat.
Ziemlich korrekt sogar sangen die Chinesen.Nicht etwa in Englisch, sondern in der Stammessprache Shona.
Das chinesische Engagement kann man verstehen, Simbabwe hat reichlichst Bodenschätze, vor allem Platin, Kupfer, Zinn, Kohle, Nickel und viel Gold, und nun wurden auch noch Diamanten gefunden. Nur die Bevölkerung spürt davon herzlich wenig.
Mugabe revanchierte sich, indem er in seiner Dankesrede das Treffen des US-Präsidenten Obama mit dem Dalai Lama kritisierte. So etwas freut die Abgesandten aus dem Reich der Mitte.
Im April steht der 30. Jahrestag der Unabhängigkeit Simbabwes an. Mit Wehmut erinnern sich viele an den Optimismus und die Aufbruchsstimmung, die damals herrschte. Davon ist praktisch nichts mehr übrig geblieben. Die politische Elite ist damit beschäftigt, sich die Taschen vollzustopfen. Das Volk ist damit beschäftigt, zu überleben. Irgendwie.











onlinedienst - 22. Feb, 15:31 Article 1609x read