Russlands Präsident Putin zum Donald-Dossier
Dr. Alexander von Paleske ---- 13.1. 2017 -------
Folgendes Interview landete heute in meiner Mailbox:
Interviewer
Dobroje utro Gospodin President
Präsident Putin
Zdarastvuitje
Interviewer
Herr Präsident, in den USA gehen die Wellen hoch. Angeblich soll der russische Geheimdienst nicht nur durch Hackerei den Wahlkampf zugunsten Donald Trumps beeinflusst haben, sondern auch noch im Besitz eines ausserordentlich peinlichen Videos sein, das Donald Trump in trautem Beisammensein mit Prostituierten, und bei etwas abartigen Sex-Szenen zeigt.
Ausserdem soll er in ein Bett uriniert haben, nachdem er erfuhr, der scheidende US-Präsident Obama habe vor ihm darin übernachtet.
Ist das zutreffend?
Natürlich machen unsere Geheimdienste – wie auch alle Geheimdienste dieser Welt einschliesslich des US-Geheimdienstes CIA - Aufnahmen von Prominenten und Politikern, wenn diese ihre Selbstkontrolle verlieren.
Die speichern das dann, so dass das kompromittierende Material auf Abruf verfügbar ist. Man weiss ja nie, wann er derartige Aufnahmen noch einmal nützlich sein können.
Direkt möchte ich ihre Frage nach dem Video nicht beantworten, sondern nur ganz allgemein dazu Stellung nehmen: Donald Trump ist prinzipiell für Geheimdienste ein relativ einfacher Fall, weil dieser Herr, um es salopp zu sagen, herzlich gerne die „Wutz rauslässt“, und es ihm erheblich an Selbstkontrolle mangelt.
Skrupel sind für ihn ein Fremdwort, was sich aber ausserordentlich positiv für uns auswirkte: Wir standen über Mittelsmänner mit ihm während des US-Präsidentschaftswahlkampfes in ständigem Kontakt, und konnten ihn so über unsere Hackerfunde auf dem laufenden halten, insbesondere diese Clinton E-Mails.
Haben Sie denn Interesse daran, Trump jetzt zu kompromittieren?
Nein, wir haben - und hatten – (noch) kein Interesse daran, Donald Trump zu kompromittieren, Donald Trump will die Beziehungen zu uns verbessern, die Sanktionen gegen uns beseitigen, die EU per Twitter anweisen, das Gleiche zu tun. Das ist gut so.
Ausserdem will er mit allen notwendigen Mitteln die Terrortruppe IS in Syrien ausräuchern – zusammen mit uns. Forderungen nach der Beseitigung des syrischen Präsidenten Assad wie sie der scheidende Präsident Obama dauernd von sich gab, sind von ihm nicht zu hören. Das zeugt von einem gesunden Mass an staatspolitischem Realismus.
Können wir also von jetzt an einer langdauernden Freundschaft zwischen Russland und den USA entgegensehen?
Nein, das setzt eine Interessenkonkordanz zwischen uns und den USA voraus, und die wird es , aller Voraussicht nach, schon mittelfristig nicht mehr geben. Vielmehr sind die Konflikte bereits jetzt vorprogrammiert.
An welche Konflikte denken Sie?
Da ist zum einen der Konflikt im südchinesischen Meer zwischen China, unserem wahren Freund, und den USA. Da ist andererseits die vorbehaltlose Unterstützung der aggressiven Politik Israels gegenüber den Palästinensern mit weiterer Landewegnahme und militärisch gegenüber Syrien und dem Iran. Gerade gestern haben die Israelis - unprovoziert - Raketen auf einen Militärflughafen nahe Damaskus abgefeuert, und einen Grossbrand verursacht.
Die Zerstörung der iranischen Atomanlagen steht weiter auf der Prioritätenliste des israelischen Premiers Netanyahu ganz oben. Wir
werden also mittelfristig eine erhebliche Zunahme der Spannungen zwischen uns und den USA sehen, zumal die Interessenkonflikte unter Trump nicht mehr auf diplomatischen Wege augeräumt werden – anders als noch das Atomabkommen mit dem Iran. Der zukünftige Präsident Trump hält nichts von Diplomatie, seine Un-Diplomatie besteht darin, Verlautbarungen über Twitter rauszulassen, die an Deutlichkeit und Unverschämtheit nichts zu wünschen lassen. Seine Politik ist „Knüppel aus dem Sack“, im Innern wie nach aussen.
Seine Pressekonferenz vorgestern hat einen Vorgeschmack darauf gegeben, wie er mit Leuten umspringt, die nicht nach seiner Pfeife tanzen wollen.
Würden Sie dann zu dem explosiven Material greifen?
Wenn Trump ankündigen sollte, dass er Israel bei einem Angriff auf die Atomanlagen des Iran unterstützen wird, dann werden wir über Backchannels dem Präsidenten der USA mitteilen, dass wir kompromittierendes Material mit Trump-Bettgeflüster, und die Details unserer einvernehmlichen Wahlkampfunterstützung notfalls veröffentlichen könnten. Donald Trump wir sich dann genau überlegen, ob er diese Blosstellung will, und damit ein Amtsenthebungsverfahren riskiert.
Spassibo, vielen Dank für dieses aufschlussreiche Interview.
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Ausserdem soll er in ein Bett uriniert haben, nachdem er erfuhr, der scheidende US-Präsident Obama habe vor ihm darin übernachtet.
Ist das zutreffend?
Natürlich machen unsere Geheimdienste – wie auch alle Geheimdienste dieser Welt einschliesslich des US-Geheimdienstes CIA - Aufnahmen von Prominenten und Politikern, wenn diese ihre Selbstkontrolle verlieren.
Die speichern das dann, so dass das kompromittierende Material auf Abruf verfügbar ist. Man weiss ja nie, wann er derartige Aufnahmen noch einmal nützlich sein können.
Direkt möchte ich ihre Frage nach dem Video nicht beantworten, sondern nur ganz allgemein dazu Stellung nehmen: Donald Trump ist prinzipiell für Geheimdienste ein relativ einfacher Fall, weil dieser Herr, um es salopp zu sagen, herzlich gerne die „Wutz rauslässt“, und es ihm erheblich an Selbstkontrolle mangelt.
Skrupel sind für ihn ein Fremdwort, was sich aber ausserordentlich positiv für uns auswirkte: Wir standen über Mittelsmänner mit ihm während des US-Präsidentschaftswahlkampfes in ständigem Kontakt, und konnten ihn so über unsere Hackerfunde auf dem laufenden halten, insbesondere diese Clinton E-Mails.
Haben Sie denn Interesse daran, Trump jetzt zu kompromittieren?
Nein, wir haben - und hatten – (noch) kein Interesse daran, Donald Trump zu kompromittieren, Donald Trump will die Beziehungen zu uns verbessern, die Sanktionen gegen uns beseitigen, die EU per Twitter anweisen, das Gleiche zu tun. Das ist gut so.
Ausserdem will er mit allen notwendigen Mitteln die Terrortruppe IS in Syrien ausräuchern – zusammen mit uns. Forderungen nach der Beseitigung des syrischen Präsidenten Assad wie sie der scheidende Präsident Obama dauernd von sich gab, sind von ihm nicht zu hören. Das zeugt von einem gesunden Mass an staatspolitischem Realismus.
Können wir also von jetzt an einer langdauernden Freundschaft zwischen Russland und den USA entgegensehen?
Nein, das setzt eine Interessenkonkordanz zwischen uns und den USA voraus, und die wird es , aller Voraussicht nach, schon mittelfristig nicht mehr geben. Vielmehr sind die Konflikte bereits jetzt vorprogrammiert.
An welche Konflikte denken Sie?
Da ist zum einen der Konflikt im südchinesischen Meer zwischen China, unserem wahren Freund, und den USA. Da ist andererseits die vorbehaltlose Unterstützung der aggressiven Politik Israels gegenüber den Palästinensern mit weiterer Landewegnahme und militärisch gegenüber Syrien und dem Iran. Gerade gestern haben die Israelis - unprovoziert - Raketen auf einen Militärflughafen nahe Damaskus abgefeuert, und einen Grossbrand verursacht.
Die Zerstörung der iranischen Atomanlagen steht weiter auf der Prioritätenliste des israelischen Premiers Netanyahu ganz oben. Wir
werden also mittelfristig eine erhebliche Zunahme der Spannungen zwischen uns und den USA sehen, zumal die Interessenkonflikte unter Trump nicht mehr auf diplomatischen Wege augeräumt werden – anders als noch das Atomabkommen mit dem Iran. Der zukünftige Präsident Trump hält nichts von Diplomatie, seine Un-Diplomatie besteht darin, Verlautbarungen über Twitter rauszulassen, die an Deutlichkeit und Unverschämtheit nichts zu wünschen lassen. Seine Politik ist „Knüppel aus dem Sack“, im Innern wie nach aussen.
Seine Pressekonferenz vorgestern hat einen Vorgeschmack darauf gegeben, wie er mit Leuten umspringt, die nicht nach seiner Pfeife tanzen wollen.
Würden Sie dann zu dem explosiven Material greifen?
Wenn Trump ankündigen sollte, dass er Israel bei einem Angriff auf die Atomanlagen des Iran unterstützen wird, dann werden wir über Backchannels dem Präsidenten der USA mitteilen, dass wir kompromittierendes Material mit Trump-Bettgeflüster, und die Details unserer einvernehmlichen Wahlkampfunterstützung notfalls veröffentlichen könnten. Donald Trump wir sich dann genau überlegen, ob er diese Blosstellung will, und damit ein Amtsenthebungsverfahren riskiert.
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onlinedienst - 13. Jan, 17:45 Article 4654x read