Finanzkrise: Bankenpleiten und Kasperletheater
Dr. Alexander von Paleske - Heute forderte die Finanzkrise ein weiteres Opfer: Die zweitgrösste Bank der USA, die Washington Mutual (WaMu) über die wir hier schon berichtet hatten, ("Die Krise am Finanzmarkt und Swaps") ist pleite, damit handelt es sich um die grösste Bankenpleite in den USA. - bisher -.
Da die JPMorgan Chase Bank nur die Aktiva der Bank auf Drängen der Bankenaufsicht übernimmt, gehen die Aktionäre und Gläubiger leer aus.Ein Teil der Verbindlichkeiten dürfte aber durch Swaps "versichert" sein. Diese "Versicherungszahlungen" werden jetzt fällig gestellt. Der Weg zur Kasse könnte weitere Finanzinstitute in die Pleite treiben.
Und während der Finanzhausbrand zum Steppenbrand wird, streiten sich die Politiker in den USA um das geeignete "Löschfahrzeug"
Kasperletheater auf der Titanic
Was sich gestern abend im White House abspielte, das hat das Zeug zum Kasperletheater. Präsident Bush gegen die Republikaner, deren Kandidat McCain ohne eigene Meinung, Demokraten gegen Republikaner und ein Finanzmisister hilflos zwischen allen Stühlen und alles mit den dazugehoerigen Beschimpfungen.
Zunächst hatte man sich im Senat prinzipiell über die Parteigrenzen hinweg auf ein Rettungspaket geeinigt. Ein Rettungspaket, und nicht ein Reformpaket das überhaupt keine grundsätzliche,sondern bestenfalls eine temporäre Lösung bringt, 700 Miliarden Dollar kostet und statistisch gesehen jeden Steuerzahler in den USA mit mehr als 2100 Dollar pro Kopf belastet.
Beim US Präsidenten Bush, wo auch die Präsidentschaftskandidaten McCain und Obama anwesend waren, ging dann die ganze Auseinandersetzung wieder von vorne los.
Republikaner gegen Bush
Die Republikaner wollen keinen Rückkauf der faulen Kredite durch den Staat, sondern eine staatliche Kreditausfallversicherung.
Finanzminister Paulson fiel schliesslich auf seine Knie und bat inständig die Vertreter der Demokratischen Partei, nichts über diese Auseinandersetzungen nach aussen dringen zu lassen.
Reise nach Jerusalem
Das Finanzkrisen-Karussell dreht sich derweil immer schneller, auch in Europa. Gestern meldete die SwissRe weitere 277 Millionen Schweizer Franken Miese aus Swap-Geschäften, die sich zu den bereits mehr als 2 Milliarden Swap-Miesen dazuaddieren.
Gleichzeitig eine Art "Reise nach Jerusalem".Wer ist der nächste?
Vor allem aber: Wie lange noch, bevor der richtige Finanz-GAU kommt? Mittlerweile pumpen sowohl die EZB wie andere Zentralbanken in einer Art Verzweiflungsakt weitere Milliarden in den Finanzmarkt.
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Finanzgauner, ihre Opfer und die BaFin
Da die JPMorgan Chase Bank nur die Aktiva der Bank auf Drängen der Bankenaufsicht übernimmt, gehen die Aktionäre und Gläubiger leer aus.Ein Teil der Verbindlichkeiten dürfte aber durch Swaps "versichert" sein. Diese "Versicherungszahlungen" werden jetzt fällig gestellt. Der Weg zur Kasse könnte weitere Finanzinstitute in die Pleite treiben.
Und während der Finanzhausbrand zum Steppenbrand wird, streiten sich die Politiker in den USA um das geeignete "Löschfahrzeug"
Kasperletheater auf der Titanic
Was sich gestern abend im White House abspielte, das hat das Zeug zum Kasperletheater. Präsident Bush gegen die Republikaner, deren Kandidat McCain ohne eigene Meinung, Demokraten gegen Republikaner und ein Finanzmisister hilflos zwischen allen Stühlen und alles mit den dazugehoerigen Beschimpfungen.
Zunächst hatte man sich im Senat prinzipiell über die Parteigrenzen hinweg auf ein Rettungspaket geeinigt. Ein Rettungspaket, und nicht ein Reformpaket das überhaupt keine grundsätzliche,sondern bestenfalls eine temporäre Lösung bringt, 700 Miliarden Dollar kostet und statistisch gesehen jeden Steuerzahler in den USA mit mehr als 2100 Dollar pro Kopf belastet.
Beim US Präsidenten Bush, wo auch die Präsidentschaftskandidaten McCain und Obama anwesend waren, ging dann die ganze Auseinandersetzung wieder von vorne los.
Republikaner gegen Bush
Die Republikaner wollen keinen Rückkauf der faulen Kredite durch den Staat, sondern eine staatliche Kreditausfallversicherung.
Finanzminister Paulson fiel schliesslich auf seine Knie und bat inständig die Vertreter der Demokratischen Partei, nichts über diese Auseinandersetzungen nach aussen dringen zu lassen.
Reise nach Jerusalem
Das Finanzkrisen-Karussell dreht sich derweil immer schneller, auch in Europa. Gestern meldete die SwissRe weitere 277 Millionen Schweizer Franken Miese aus Swap-Geschäften, die sich zu den bereits mehr als 2 Milliarden Swap-Miesen dazuaddieren.
Gleichzeitig eine Art "Reise nach Jerusalem".Wer ist der nächste?
Vor allem aber: Wie lange noch, bevor der richtige Finanz-GAU kommt? Mittlerweile pumpen sowohl die EZB wie andere Zentralbanken in einer Art Verzweiflungsakt weitere Milliarden in den Finanzmarkt.












onlinedienst - 26. Sep, 12:24 Article 2575x read