US-Politikwechsel für Afghanistan: Keine Hilfe zur Staatsbildung, stattdessen Konfliktverschärfung
Dr. Alexander von Paleske ------ 31.8. 2017 -----Vergangene Woche hat US-Präsident Donald Trump seinen Politikwechsel in Sachen Afghanistan verkündet: Nicht mehr Hilfe zur „Staatsbildung“, stattdessen nur noch „feste druff“ – auf die Terroristen. Mit 4000 Soldaten, zusätzlich zu den 8000 US Soldaten - in Wirklickeit sind es 11.000 - die noch im Lande sind.

US-Präsident Donald Trump bei Verkündung der neuen Afghanistanstrategie vor Soldaten
Kein Glaube an Sieg
US-Aussenminister Rex Tillerson hakte sofort nach: Die Taliban sollen mit Hilfe von US-Truppen in Schach gehalten werden. An einen Sieg glaubt er zwar auch nicht mehr, aber auch die Taliban könnten gegen die USA und die afghanischen Truppen zusammen ebenfalls nicht gewinnen.
Mit anderen Worten: Es wird eine Patt-Situation angestrebt, durch andauernden Zermürbungskrieg, der schliesslich die Taliban, wenn nicht schon zum Aufgeben, dann aber doch zum Einlenken zwingen soll.
Es ist eine Strategie, bei der die USA massiv mit Luft und Bodentruppen punktuell angreifen, den Rest sollen dann die afghanischen Regierungstruppen erledigen, die in den vergangenen Monaten mehr und mehr in die Defensive geraten sind. Das Leiden der Zivilbevölkerung wird also unvermindert weitergehen..
Vietnamkrieg lässt grüssen
Die Parallelen zum Vietnamkrieg drängen sich auf: Nach der Tet-Offensive des Vietcong und der Nordvietnamesen 1968 war klar, dass die USA den Krieg – wie zuvor schon die Franzosen - nicht gewinnen können. Also ging es dann nur noch darum, sich aus dem Krieg zurückzuziehen, den Krieg zu „vietnamisieren“.
Die Verhandlungen in Paris begannen mit den Verhandlungsführern Henry Kissinger für die USA auf der einen Seite, und Le Duc Tho auf nordvietnamesischer Seite.
Nach dem Besuch Nixons in Peking, 1972 vermittelte die Volksrepublik China im Hintergrund.
Der Krieg ging dann zwar noch drei Jahre weiter, aber nach dem Abzug der US Armee brach der Widerstand des korrupten Diem-Regimes bzw. seiner Nachfolger ziemlich rasch zusammen. Sie hatte keinen Rückhalt im Volk, vergleichbar jetzt der afghanischen Regierung ausserhalb der Hauptstadt Kabul..
Wie dort so hier
Wie in Vietnam verlief es auch in Afghanistan: Als die Kampftruppen der US Armee und ihrer Verbündeten, einschliesslich der Bundeswehr-Kampftruppen – Bundeswehr-Ausbilder blieben aber nach wie vor dort - abzogen, konnten die afghanische Armee das Terrain nicht halten.
Nicht überraschend
In den Jahren nach dem Einmarsch der USA und ihrer Verbündeten in Afghanistan im Jahre 2002 kehrten die Taliban Zug um Zug zurück. Nicht nur kehrten sie zurück, sondern bauten parallele Regierungsstrukturen einschliesslich Gerichtsbarkeit auf.
Der Versuch der USA und ihrer Verbündeten, der Bevölkerung ein westliches Regierungsmodell überzustülpen, scheiterte grandios, weil es nicht von der Bevölkerung akzeptiert wurde.
Wie der ehemalige Deutsche Botschafter in Afghanistan, Dr. Werner Kilian, in einem mit mir geführten Interview bereits 2009 erläuterte:
„Weder Karsai (der damalige afghanische Präsident) noch seine Nachfolger werden es schaffen, landesweite Autorität zu besitzen. Auch die parlamentarische Demokratie mit Parteien und Wahlkreisen wird es sehr schwer haben, in Afghanistan populär zu werden. Man folgt dort lieber dem örtlichen "Khan", der als Ortsvorsteher, Mullah, Stammesältester oder Warlord Autorität ausübt. Hier beginnen also bereits die Fragezeichen unserer und der gesamten westlichen Afghanistanpolitik."
Und weiter:
Jetzt sind wir in der wenig beneidenswerten Lage, dass Karsai von seinen Landsleuten als westliches Implantat empfunden wird, dass die NATO-Truppen einschließlich der Deutschen als Besatzungssoldaten gesehen werden, die Karsais Mannschaft mit Waffengewalt schützt, obwohl er im Verdacht der Bestechlichkeit, der Verwicklung in Rauschgifthandel und der Wahlfälschung steht.
Ohne geht nicht
Ohne die Unterstützung der afghanischen Armee durch die Bevölkerung muss der Krieg in Afghanistan, wie seinerzeit in Vietnam, verloren gehen, gleichgültig wie viele Soldaten und Waffen noch dahin geschickt werden.
Die USA und ihre Verbündeten hätten ein Scheitern ihrer Afghanistanmission, die bisher mehr als 1 Billion US Dollar verschlungen hat, längst eingestehen müssen.
Taliban haben recht
Die Taliban haben insoweit recht mit dem, was sie in ihrem offenen Brief in er vergangenen Woche als Antwort auf Trumps Strategiewechsel schrieben:
"If you failed to win the Afghan war with disciplined U.S. and NATO troops, advanced technology, experienced military generals, consecutive strategies and mighty economy, you shall never be able to win it with mercenaries, notorious contractor firms and immoral stooges,"
Dass von Staatsbildung unter diesen Umständen keine Rede sein kann, versteht sich von selbst, insoweit war Trump entwaffnend ehrlich, ausnahmsweise.
Grüne melden sich..
Aber sogleich meldete sich der aussenpolitische Sprecher der Grünen, Omid Nouripur, zu Wort.
Die Grünen, die das Afghanistan-Kriegsabenteuer immer abgenickt hatten, haben bis heute keine Kritik an ihrem Abstimmungsverhalten geübt, von Ausnahmen wie Ströbele einmal abgesehen.
So überrascht es nicht, dass Nouripur in seiner Stellungnahme weiter an dem nunmehr völlig illusionären Projekt der Staatsbildung festhält. Ein Projekt, das nicht nur einen militärischen Sieg über die Taliban voraussetzt, sondern eine Totalumkrempelung der afghanischen Gesellschaftsstruktur. Beides ist nicht zu haben.
Möchte der Grünen-Sprecher erneut die Bundeswehr-Kampftruppen als Kanonenfutter in dieses aussichtslose Gefecht schicken?
Nur Totalrückzug
Es gibt für den Westen nur den Totalrückzug, möglichst nach Verhandlungen darüber mit den Taliban, und einen sofortigen Waffenstillstand, damit endlich die Bevölkerung keine weiteren Opfer mehr bringen muss.
Aber aus dem Vietnam-Krieg haben weder die USA, noch die westlichen Verbündeten gelernt.
Neuer Player: IS
Aber anders als in Vietnam ist ein weiterer Player auf den Plan getreten: die Religionsfaschisten des Islamischen Staats (IS).
Die internationalen Terrorbrigaden strömen mittlerweile nach Afghanistan, und nicht wenige Talibankämpfer haben sich dieser Terrororganisation angeschlossen, die mit äusserster Brutalität vorgeht, nicht nur gegen die afghanischen Regierungstruppen und die NATO-Soldaten, sondern vor allem auch gegen die Zivilbevölkerung, ganz besonders jedoch die schiitisch moslemische Minderheit, die als Feind angesehen wird, ganz so wie auch in den islamistisch-sunnitischen Ländern wie Saudi Arabien.

Schiitische Moschee in Herat / Afghanistan nach IS Bombenangriff
Diese Haltung dürfte dort grosses Wohlwollen auslösen, und alsbald, wenn auch nicht offiziell, Hilfsgelder an diese Schiitenhasser sprudeln lassen.
Um den Rückhalt unter der Bevölkerung Afghanistans nicht zu verlieren, müssen sich beide Gruppen nun in ihrer Entschlossenheit und Brutalität gegenseitig überbieten.
Je mehr aber die Auseinandersetzung zwischen Taliban und IS andauert, umso mehr dürften die Taliban an Einfluss verlieren, weil sie - trotz der Gebietsgewinne in 15 Jahren Krieg - der totalen Machübernahme nicht näher gekommen sind.
Russland sucht Ausweg
Russland versucht mittlerweile die Taliban an den Verhandlungstisch zu bringen, auch weil es fürchtet, der Konflikt könne in die benachbarten, mehrheitlich moslemischen Staaten Kasachstan, Turkmenistan, Tadjikistan und Usbekistan überschwappen.
Fazit:
Die neue Strategie der USA und ihrer Verbündeten verschärft den Konflikt lediglich, statt ihn einer Lösung näherzubringen.
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US-Präsident Donald Trump bei Verkündung der neuen Afghanistanstrategie vor Soldaten
Kein Glaube an Sieg
US-Aussenminister Rex Tillerson hakte sofort nach: Die Taliban sollen mit Hilfe von US-Truppen in Schach gehalten werden. An einen Sieg glaubt er zwar auch nicht mehr, aber auch die Taliban könnten gegen die USA und die afghanischen Truppen zusammen ebenfalls nicht gewinnen.
Mit anderen Worten: Es wird eine Patt-Situation angestrebt, durch andauernden Zermürbungskrieg, der schliesslich die Taliban, wenn nicht schon zum Aufgeben, dann aber doch zum Einlenken zwingen soll.
Es ist eine Strategie, bei der die USA massiv mit Luft und Bodentruppen punktuell angreifen, den Rest sollen dann die afghanischen Regierungstruppen erledigen, die in den vergangenen Monaten mehr und mehr in die Defensive geraten sind. Das Leiden der Zivilbevölkerung wird also unvermindert weitergehen..
Vietnamkrieg lässt grüssen
Die Parallelen zum Vietnamkrieg drängen sich auf: Nach der Tet-Offensive des Vietcong und der Nordvietnamesen 1968 war klar, dass die USA den Krieg – wie zuvor schon die Franzosen - nicht gewinnen können. Also ging es dann nur noch darum, sich aus dem Krieg zurückzuziehen, den Krieg zu „vietnamisieren“.
Die Verhandlungen in Paris begannen mit den Verhandlungsführern Henry Kissinger für die USA auf der einen Seite, und Le Duc Tho auf nordvietnamesischer Seite.
Nach dem Besuch Nixons in Peking, 1972 vermittelte die Volksrepublik China im Hintergrund.
Der Krieg ging dann zwar noch drei Jahre weiter, aber nach dem Abzug der US Armee brach der Widerstand des korrupten Diem-Regimes bzw. seiner Nachfolger ziemlich rasch zusammen. Sie hatte keinen Rückhalt im Volk, vergleichbar jetzt der afghanischen Regierung ausserhalb der Hauptstadt Kabul..
Wie dort so hier
Wie in Vietnam verlief es auch in Afghanistan: Als die Kampftruppen der US Armee und ihrer Verbündeten, einschliesslich der Bundeswehr-Kampftruppen – Bundeswehr-Ausbilder blieben aber nach wie vor dort - abzogen, konnten die afghanische Armee das Terrain nicht halten.
Nicht überraschend
In den Jahren nach dem Einmarsch der USA und ihrer Verbündeten in Afghanistan im Jahre 2002 kehrten die Taliban Zug um Zug zurück. Nicht nur kehrten sie zurück, sondern bauten parallele Regierungsstrukturen einschliesslich Gerichtsbarkeit auf.
Der Versuch der USA und ihrer Verbündeten, der Bevölkerung ein westliches Regierungsmodell überzustülpen, scheiterte grandios, weil es nicht von der Bevölkerung akzeptiert wurde.
Wie der ehemalige Deutsche Botschafter in Afghanistan, Dr. Werner Kilian, in einem mit mir geführten Interview bereits 2009 erläuterte:
„Weder Karsai (der damalige afghanische Präsident) noch seine Nachfolger werden es schaffen, landesweite Autorität zu besitzen. Auch die parlamentarische Demokratie mit Parteien und Wahlkreisen wird es sehr schwer haben, in Afghanistan populär zu werden. Man folgt dort lieber dem örtlichen "Khan", der als Ortsvorsteher, Mullah, Stammesältester oder Warlord Autorität ausübt. Hier beginnen also bereits die Fragezeichen unserer und der gesamten westlichen Afghanistanpolitik."
Und weiter:
Jetzt sind wir in der wenig beneidenswerten Lage, dass Karsai von seinen Landsleuten als westliches Implantat empfunden wird, dass die NATO-Truppen einschließlich der Deutschen als Besatzungssoldaten gesehen werden, die Karsais Mannschaft mit Waffengewalt schützt, obwohl er im Verdacht der Bestechlichkeit, der Verwicklung in Rauschgifthandel und der Wahlfälschung steht.
Ohne geht nicht
Ohne die Unterstützung der afghanischen Armee durch die Bevölkerung muss der Krieg in Afghanistan, wie seinerzeit in Vietnam, verloren gehen, gleichgültig wie viele Soldaten und Waffen noch dahin geschickt werden.
Die USA und ihre Verbündeten hätten ein Scheitern ihrer Afghanistanmission, die bisher mehr als 1 Billion US Dollar verschlungen hat, längst eingestehen müssen.
Taliban haben recht
Die Taliban haben insoweit recht mit dem, was sie in ihrem offenen Brief in er vergangenen Woche als Antwort auf Trumps Strategiewechsel schrieben:
"If you failed to win the Afghan war with disciplined U.S. and NATO troops, advanced technology, experienced military generals, consecutive strategies and mighty economy, you shall never be able to win it with mercenaries, notorious contractor firms and immoral stooges,"
Dass von Staatsbildung unter diesen Umständen keine Rede sein kann, versteht sich von selbst, insoweit war Trump entwaffnend ehrlich, ausnahmsweise.
Grüne melden sich..
Aber sogleich meldete sich der aussenpolitische Sprecher der Grünen, Omid Nouripur, zu Wort.
Die Grünen, die das Afghanistan-Kriegsabenteuer immer abgenickt hatten, haben bis heute keine Kritik an ihrem Abstimmungsverhalten geübt, von Ausnahmen wie Ströbele einmal abgesehen.
So überrascht es nicht, dass Nouripur in seiner Stellungnahme weiter an dem nunmehr völlig illusionären Projekt der Staatsbildung festhält. Ein Projekt, das nicht nur einen militärischen Sieg über die Taliban voraussetzt, sondern eine Totalumkrempelung der afghanischen Gesellschaftsstruktur. Beides ist nicht zu haben.
Möchte der Grünen-Sprecher erneut die Bundeswehr-Kampftruppen als Kanonenfutter in dieses aussichtslose Gefecht schicken?
Nur Totalrückzug
Es gibt für den Westen nur den Totalrückzug, möglichst nach Verhandlungen darüber mit den Taliban, und einen sofortigen Waffenstillstand, damit endlich die Bevölkerung keine weiteren Opfer mehr bringen muss.
Aber aus dem Vietnam-Krieg haben weder die USA, noch die westlichen Verbündeten gelernt.
Neuer Player: IS
Aber anders als in Vietnam ist ein weiterer Player auf den Plan getreten: die Religionsfaschisten des Islamischen Staats (IS).
Die internationalen Terrorbrigaden strömen mittlerweile nach Afghanistan, und nicht wenige Talibankämpfer haben sich dieser Terrororganisation angeschlossen, die mit äusserster Brutalität vorgeht, nicht nur gegen die afghanischen Regierungstruppen und die NATO-Soldaten, sondern vor allem auch gegen die Zivilbevölkerung, ganz besonders jedoch die schiitisch moslemische Minderheit, die als Feind angesehen wird, ganz so wie auch in den islamistisch-sunnitischen Ländern wie Saudi Arabien.

Schiitische Moschee in Herat / Afghanistan nach IS Bombenangriff
Diese Haltung dürfte dort grosses Wohlwollen auslösen, und alsbald, wenn auch nicht offiziell, Hilfsgelder an diese Schiitenhasser sprudeln lassen.
Um den Rückhalt unter der Bevölkerung Afghanistans nicht zu verlieren, müssen sich beide Gruppen nun in ihrer Entschlossenheit und Brutalität gegenseitig überbieten.
Je mehr aber die Auseinandersetzung zwischen Taliban und IS andauert, umso mehr dürften die Taliban an Einfluss verlieren, weil sie - trotz der Gebietsgewinne in 15 Jahren Krieg - der totalen Machübernahme nicht näher gekommen sind.
Russland sucht Ausweg
Russland versucht mittlerweile die Taliban an den Verhandlungstisch zu bringen, auch weil es fürchtet, der Konflikt könne in die benachbarten, mehrheitlich moslemischen Staaten Kasachstan, Turkmenistan, Tadjikistan und Usbekistan überschwappen.
Fazit:
Die neue Strategie der USA und ihrer Verbündeten verschärft den Konflikt lediglich, statt ihn einer Lösung näherzubringen.

































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